Jul 282014
 
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Bergsprint mit Streetstepper Wertung

Der Ötztaler Bergmeister ist ein Straßen-Radrennen, genauer gesagt ein Einzelzeitfahren über 520 Höhenmeter und 6,5km Strecke, welches dieses Jahr am 27. Juli in Längenfeld/Ötztal stattfand. Das besondere daran ist die 2014 eingeführte eigene Streetstepper Wertung.

3.Platz beim Ötztaler Bergmeister Einzelzeitfahren, Streetstepper

3.Platz beim Ötztaler Bergmeister Einzelzeitfahren, Streetstepper

Ich bedanke mich herzlich beim Streetstepper Konstrukteur und Erfinder, der dieses Streetstepper-Rennen überhaupt möglich gemacht hatte, dort persönlich anwesend war und selbst mit dem Stepper startete (übrigens genau wie der Chef des Fortuna Längenfeld), und es sich auch nicht nehmen liess, uns anschliessend noch zum Essen einzuladen. Wow. Das war Klasse.

Streetstepper RS20 ready to race

Streetstepper RS20 ready to race

Mein Rennverlauf

Regen war vorausgesagt, aber während des Starts und des Rennens blieb es trocken. Jede Minute verliess ein Fahrer die Startrampe. Als Nummer 4 musste ich nach meinen Aufwärmfahrten dann nicht lange warten, bis ich die Rampe hinunterrollen konnte, um die ersten Kehren in Angriff zu nehmen.

Überraschend schnell nach meinem Start tauchte dann die Nummer drei vor mir auf: anfeuern und vorbei. Sowas motiviert natürlich, andererseits ermahnt es zu Disziplin. Ich bin kein Sprinter, dafür übergewichtig, und somit sind die Voraussetzungen bei mir keineswegs optimal, wenngleich ich in meiner Rennradzeit vor 20 Jahren – damals ohne das leidige Übergewicht – praktisch ein reiner Bergfahrer war.

Ja, und die gerechte Vollstreckung nahte bereits in Form des als Nummer 8 gestarteten Berglauf-WM-Teilnehmers Simon Lechleitner mit federleichtem Schritt und fast doppelter Geschwindigkeit von hinten. Ein “Wow” von mir, und weg war er. Eine kurze Gerade hatte ihm gereicht, aus meiner Sicht zu verschwinden. Ich hingegen war zurück am Boden der Tatsachen. Insgesamt hat er mir bei diesem Rennen 11:40 Minuten abgenommen. Da kann man jetzt sagen, das ist ok: ein Weltklasse-Bergläufer ohne nennenswerte Körpermasse gegen einen uralten und im Vergleich vollkommen unsportlichen “Breiten-”sportler. Aber diese Ausreden nützen nichts. Er war einfach viel viel schneller und besser.

Aber das Rennen war ja noch nicht vorbei.

Nach einem Drittel des Rennens musste ich dann mal etwas drosseln und begann zu haushalten. Und dann passierten zwei Dinge: ich sah zum einen auf einer Geraden die weiteren beiden Fahrer vor mir, tendentiell uneinholbar und mit wechselndem Tempo unterwegs, wohingegen hinter mir die Startnummer 5 aus Italien aufzulaufen begann, und soweit man das sagen konnte, dabei ganz easy einhersteppte und ziemlich entspannt wirkte. Wir hatten vor dem Rennen gemeinsam Kaffee getrunken und uns total nett unterhalten, und natürlich war aufgrund des hoch sportlichen Körperbaus klar, dass Ivano nicht zum Verlieren bei diesem Rennen war, insbesondere als Gardasee-Anwohner. Dass er allerdings ausgerechnet auch noch ein trainierter Bergläufer war, hatte ich nicht rechtzeitig begriffen oder erfragt, und so lernte ich es eben jetzt, direkt beim Rennen. Dass er das alte Streetstepper Sport Modell im Serienzustand fährt, was definitiv ein messbarer Nachteil gegenüber meinem “getuneten” RS20 ist, konnte ich in dieser Situation nurmehr als Ironie des Schicksals begreifen.

Ja gut, also unter meinen geächzten Gratulationen zog er wenig später mit freundlichen aufmunternden Worten an mir vorbei, nahm praktischerweise auf den nächsten drei Geraden meine Vordermänner auch gleich mit, an die ich gar nicht rankam und entschwand im romantischen Nebel des regenfeuchten Bergwaldes. Insgesamt holte er knapp 3 Minuten auf mich raus. Tja. Wer kann, der kann.

Aber das Rennen war noch nicht vorbei. Wir befanden uns etwa bei der halben Distanz. Gelegentliche Blicke nach hinten brachten nun zwar keine Streetstepper mehr ins Blickfeld, aber sehr wohl die superschnelle Rennrad Damenelite, deren Starterinnen gewissermassen mit Überschallknall vorbeikamen. Gut, damit kann man als Stepperfahrer leben.

Und langsam wurde es für mich nun wieder erfreulicher, denn je länger die Steigung sich zog, desto klarer wurde mir, daß ich mein Tempo würde halten können, auch wenn ich den Abstand nach vorne nicht verkleinern konnte.

Ich brauche immer etwas Zeit, bis sich das nötige Gefühl für die eigene Leistungsfähigkeit einstellt. Bis dahin muß ich eigentlich sehr vorsichtig sein. Das Risiko einer anfänglichen Fehleinschätzung ist hoch, was im Extremfall zu einer kreislaufbedingten schnellen Aufgabe führen kann. Bei einer morgendlichen Glocknertour vor vielen Jahren war mir sowas unnötigerweise nach wenigen hundert Höhenmetern passiert.
Nur ist es andererseits auch irrsinnig schwierig, bei einem Kurzstreckenrennen wie dem Bergmeister vorsichtig und abwartend zu beginnen. Wahrscheinlich wäre ein längeres Aufwärmen vor dem Sprint hilfreich, aber man will sich natürlich nicht sinnlos verausgaben.

Sobald sich das Körpergefühl dann einzustellen beginnt, bekomme ich die Kontrolle über meinen weiteren Rennverlauf und kann es mir selbst als “langsamer” Breitensportler ganz gut einteilen, wie weit ich gehen kann, denn grundsätzlich ist ausreichend viel Erfahrung mit der Befahrung langer Steigungen vorhanden.

Im oberen Ort angekommen suchte man das Ziel, aber da kam einfach keines. Stattdessen ging es dann scharf links weiter bergan, und es folgte noch eine Rampe, eine Kehre und schliesslich eine richtig lange steile Rampe. und ganz oben konnte man dann etwas Blaues erkennen: den Zielbogen. So frustrierend dieser letzte Ausblick auch war, er geriet mir zum Vorteil, denn ich blieb am Gas, wohingegen die beiden Vorstarter offenbar nun etwas einbrachen. Nach der besagten Kehre hatte ich sie, langsam aber sicher, und konnte so den dritten Platz ungefährdet einfahren. Die beiden Fahrer waren mit stollenbereiften MTS26 Streetsteppern unterwegs, hatten also gegenüber meinem RS20 auf schmalen Rennreifen einen klaren Nachteil. Das sollte nicht unerwähnt bleiben.

Die Organisatoren leisteten meiner Bitte bei der Zieldurchfahrt, die Zeitnehmung für mich nun abzudrehen, in sehr entgegenkommender kooperativer Weise Folge. Auch die anfeuernden Zuschauer am letzten langen Steilstück waren ganz locker und freundlich geblieben, als ich sie beim Vorbeifahren zwischen den Zähnen keuchend und pfeifend darauf hinwies, dass es meiner Meinung nach gar nicht nötig gewesen wäre, diese Rampe hier her zu bauen.

Rampe Winnebach, Ötztaler Bergmeister

Rampe Winnebach, Ötztaler Bergmeister

Sei es wie es sei, ich war oben. Schnell wurde es kalt im schweissnassen Zeug. Wir fuhren die letzten Rampen wieder runter zum Hot Chili Bus, der netterweise unsere Sachen hochgebracht hatte (vielen Dank, Herr Doll!) und hauten uns ins Lokal zum Essen und zur Siegerehrung. Dies zog sich in die Länge, auch dank der superinteressanten Gespräche mit Hr.Buchberger, dem Streetstepper Macher höchstpersönlich, der sich zu uns gesellte, und natürlich Racer Ivano, der mich so nett wie elegant und locker geschnupft hatte.

Während der Siegerehrung kam der Regen, und bei der Abfahrt nach Längenfeld wurden wir patschnass bis auf die Haut. Beim Auto konnte ich mich zum Glück ein weiteres Mal umziehen, um dann die lange Heimfahrt anzutreten. Diese Veranstaltung hat viel Spaß gemacht, obwohl ich kein Sprinter bin und eigentlich eher längere Runden bevorzuge. Und es war mal wieder absolut super, die Leute, mit denen man bis dahin nur per Mail, social Network oder Telefon zu tun hatte wirklich zu treffen.

Hinweis: dieser Artikel ist noch nicht vollständig und wird um weitere Bilder ergänzt.

Data Recording

Hier findet man die Smartphoneaufzeichnung mit Karte, Profil, Herzfrequenz und Fahrdaten in meinem Trainingstagebuch-Konto. Unter dem Link Details gibt es einen interaktiven Report.

Weitere Links zum Rennen

Weitere Fotos vom Bewerb

Vize Streetstepper Bergmeister Ivano

Vize Streetstepper Bergmeister Ivano: liess mir nicht den Hauch einer Chance

Streetstepper RS20 Prototyp 2015

Streetstepper RS20 Prototyprahmen 2015

Drei Streetstepper-Modelle: MTS26, Sport, RS20

Drei Streetstepper-Modelle: MTS26, Sport, RS20

Mein Streetstepper RS20 hat inzwischen etwa 1000km Fahrleistung: dieses Rennen, eine Glocknerbefahrung, sowie zahlreiche hügelige Runden in meiner Gegend mit Steigungen bis hin zu 19%. Der RS20 motiviert unglaublich zum Fahren und wird insofern auch nicht geschont. Er verdrängt die anderen Fahrräder in noch höherem Masse, als es der vormalige Streetstepper Sport konnte, welcher dem RS20 nicht ganz ebenbürtig war.
Zeit für ein erstes Fazit zum Material: Daumen hoch! Der neue Antrieb ist robust und leistungsfähig. Der RS20 ist ein wunderbares motivierendes Trainingsgerät, das reichlich Fahrgenuß beim Training bietet.

Jul 182014
 
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Anläßlich der bevorstehenden Ötztaler Bergmeister Streetstepper-Wertung fanden Überlegung statt, wie man den RS20 kurzfristig noch etwas schneller machen könnte. Ich hatte eine SRAM X.9 Nabe sowie eine schmale Kinetix Comp Felge samt passender Sapim Laser Speichen übrig und beschloß, ein weiteres Hinterrad für den Stepper aufzubauen, welches mit dem schmalen und leichten Schwalbe Durano Reifen vom Tern Verge X10 bestückt werden sollte. Das im Streetstepper bereits verbaute Eigenbau-Vorderrad besitzt ebenfalls die schmale Kinetix Felge und muss insofern nur umbereift werden.

Schmal bereifter Streetstepper RS20 am Ranzenberg

Schmal bereifter Streetstepper RS20 am Ranzenberg

Schmal bereifter Streetstepper RS20 am Ranzenberg

Schmal bereifter Streetstepper RS20 am Ranzenberg

Das Hinterrad war schnell aufgebaut. Die erste Testfahrt am Ranzenberg legte offen, daß die Freilauf-Mitnehmerringe hinter dem Ritzelpaket bei dieser Naben-/Kassetten-Kombination zu dünn waren. Wird der Freilauf nicht mit der Nabe mitgeführt, so ergibt sich ein sehr unangenehmer Effekt beim Treten: bei jedem Heruntertreten nehmen die Pedal zunächst das Sperrklinkenspiel des Freilaufs auf. Zwei Lagen Fahrradschlauchgummi behoben das Problem im Anschluß an die Testrunde.

Streetstepper Hinterrad mit SRAM X.9 Nabe, XT Kassette und MT4 Bremse

Streetstepper Hinterrad mit SRAM X.9 Nabe, XT Kassette und MT4 Bremse

Sehr erfreulich war die Entdeckung, daß trotz Nabenwechsel weder die Scheibenbremse, noch die Schaltung neu justiert werden mussten. Bei so manchem Fahrrad ist dies beim Umstecken des Hinterrades nämlich leider notwendig, um optimale Funktion zu haben, weil es anscheinend minimale Toleranzen gibt.

Ich bilde mir ein, daß man mit diesen leichten dünnen Reifen etwas leichtfüssiger unterwegs ist als mit den schweren 55mm breiten Big Apple Reifen. Das neu aufgebaute schmale Hinterrad wird im unbereiften Zustand trotz der sehr leichten Speichen vermutlich etwas schwerer und dabei weniger robust sein als mein eigentliches Streetstepper-Hinterrad mit der superleichten und teuren DT350 Nabe und der ebenfalls etwas leichteren aber breiteren Gingko Disk Felge. Natürlich verwende ich letzteres für den Normalbetrieb, weil die Straightpull Speichen mit der DT350 Nabe und der breiten Felge eine unverwüstliche Kombination ergeben, und die breite Gingko Felge für die dicke Serienbereifung viel besser geeignet ist als die schmale Kinetix Comp.
Abschliessend noch ein Innen-Foto des umgebauten Fahrzeugs.

Streetstepper RS20 mit schmalem Radsatz: 15,6kg

Streetstepper RS20 mit schmalem Radsatz: 15,6kg


Der abgebildete RS20 wiegt genau wie gezeigt ca. 15,6kg incl. des SON Delux Nabendynamo, der LED Beleuchtung, der Scheibenbremsanlage und des hinteren Kotflügels. Diese Anbauteile sind mir immer von Nutzen und daher normalerweise unverzichtbar. Für den Bergmeister werden aber die Beleuchtungsanlage sowie einige Kleinteile noch entfernt. Das Fahrzeug erreicht letztendlich dann genau 15kg wie abgebildet, wohlgemerkt nach wie vor mit dem Nabendynamo-Vorderrad:
Streetstepper RS20 ready to race

Streetstepper RS20 ready to race, ohne Straßenteile 15kg

Jul 062014
 
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Kurzentschlossene Glockneraktion: ein genialer Tag!

Die hiesigen lokalen Hügel sind wunderbar zum Streetstepper- und Fahrradfahren, aber ich wollte jetzt endlich wissen, was mit dem Streetstepper wirklich geht. Außerdem musste seit langer Zeit mal wieder eine ordentliche Tour her.

Glocknerstraße: Panorama von Edelweißspitze

Glocknerstraße: Panorama von Edelweißspitze

Zu dritt starteten wir am heutigen Sonntag zur Großglockner Hochalpenstraße: ein guter Freund und langjähriger Radtouring-Kollege mit dem Rennrad, sowie meine Frau auf dem Mountainbike. Die Fahrt begann in der Nähe des Ortes Fusch auf 870 Höhenmetern und führte zur Edelweißsspitze bis auf etwa 2570 Höhenmeter mit einem ganz kurzen Abstecher zum Fuscher Törl. Mein RS20 ist in einigen Punkten umgebaut. Natürlich kann man so eine Passfahrt auch mit einem serienmäßigen Fahrzeug machen. Zwei der Umbaumaßnahmen empfand ich aber sehr hilfreich: zum einen das 34er Ritzel am Hinterrad statt des serienmäßigen 30ers, sowie die ausgezeichnete MT4 Scheibenbremse, die bei der rasanten Abfahrt beim Anbremsen der Kehren (Gewichtsverlagerung nach hinten!) angenehm souverän wirkt. Siehe auch die Abfahrt im folgenden Video.

Streetstepper auf der Glocknerstraße

Streetstepper auf der Glocknerstraße

Fahrt- und Fitnessdaten

Bei Trainingstagebuch.org kann man die interaktiv visualisierten Fahrtstatistiken abrufen, wenn man unter dem Link auf Details und dann auf Karte&Details klickt.
Ich hatte mir die Auffahrt schwerer vorgestellt. Etwa 1800 Höhenmeter waren alles in allem zu schaffen, und abgesehen vom starken Gegenwind im oberen Drittel verlief die Fahrt ohne Erschöpfung. Nach etwa 1100 gefahrenen Höhenmeter, also ab etwa 2000m Höhe begann ich die Anstrengung zu spüren. Die Herzfrequenz lag während der Auffahrt im Bereich 150 bis 160 Schläge pro Minute.

Fahrtvideo

Der mühsame Teil, die Auffahrt geht bis etwa 05:03 Minuten. Bei 05:30 Minuten beginnt die Abfahrt.
Die Kamera war direkt beim Streetstepper Antrieb befestigt. Daher verstärkt sie das eigentlich sehr leise mechanische Laufgeräusch der Kette auf ein Vielfaches. Der Streetstepper läuft nicht lauter als ein normales Fahrrad, wie man bei den Aufnahmen aus der Kopfperspektive feststellen kann.

Smartphone-Fotos

Randnotizen

Neben dem ausgezeichnet funktionierenden Streetstepper brillierte bei dieser Tour auch mein altes Garmin Oregon 400t, welches die Herzfrequenz via ANT+, sowie die barometrische Höhe quasi metergenau aufzeichnete.
Der Stepper zieht die Aufmerksamkeit vieler Radfahrer auf sich, weil offenbar die meisten annehmen, es wäre schwierig, damit bergauf zu fahren, bzw. man hätte ja mangels Sitz keine Erholungsphasen. Dem kann allerdings ruhig widersprochen werden. Man kommt hervorragend bergauf, wenn man ein wenig mit dem Fahrzeug eintrainiert ist. Ich war selbst erstaunt, wie locker ich die Fahrt bewältigen konnte. Wirklich hart waren nur die Gegenwind-Abschnitte. Und der fehlende Sitz ist eigentlich etwas wunderbares: Sitzbeschwerden? Niemals! Man setzt sich ja auch beim Bergwandern nicht ständig hin. Das Fahren mit dem Stepper ist kaum vergleichbar mit Wiegetritt beim Fahrrad, wo man tatsächlich immer wieder mal sitzen möchte.

Kritik kam allerdings von einem überholenden Rennradfahrer, der anscheinend etwas verächtlich und von oben herab die am Hinterrad verbaute Scheibenbremse in Frage stellte.
Nun, es gab nicht die Möglichkeit, die Abfahrt in den Kehrenstrecken gegeneinander auszufahren, aber ich war tatsächlich sehr froh um die ausgezeichnet arbeitende, weich aber stark zupackende MT4, wie schon oben beschrieben. Das Anbremsen der Kehren aus hoher Geschwindigkeit ist mit so einer Bremse erheblich angenehmer als mit Felgenbremsen, weil man besser dosieren kann, und im heißgebremsten Zustand mehr Reserven bei weniger Handkraft hat. Und im Gegensatz zu den normalen hohen Fahrradrahmen ist beim Streetstepper auch die Hinterradbremse stets effektiv einsetzbar, weil man den Körperschwerpunkt problemlos extrem weit nach hinten unten verlagern kann, so daß die Hinterradbremse fast schon wie eine Vorderradbremse wirken kann.

Jun 222014
 
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Unter Mitwirkung von Pit Beirer / KTM wurde in unserer Kleinstadt etwa 2012 ein kleiner Skate- und Dirtpark errichtet, welcher direkt neben dem DAV Kletterzentrum Biwak2 liegt. Oft genug hatte ich mir vorgenommen, diesen Dirtpark selbst mal auszuprobieren. Nun habe ich mir endlich die Zeit genommen und einen Nachmittag lang diesen Minikurs mit drei Tables zu üben versucht.
Vor ganz langer Zeit war ich regelmäßig in München im unter der Grünwalder Brücke gelegenen wilden “Dirt-Areal” mit dem bezeichnenden Namen gefahren. Das war viele Jahre lang ein regelmäßiger Treffpunkt zahlreicher radfahrender Jugendlicher, war aber später behördlich planiert worden, worüber in den Medien berichtet wurde. Irgendeinem sog. “Heimatverein” (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) war das Gelände ein Dorn im Auge gewesen. Meine Meinung dazu sei dem werten Leser an dieser Stelle erspart.
Bei den dortigen Treffs habe ich allerdings immer nur an den relativ anspruchsvollen Natur-Geländeschwierigkeiten geübt, niemals aber die künstlich aufgeschaufelten steilen Sprung-Rampen ausprobiert. Insofern war nun das Befahren des hiesigen Geländes Premiere für mich. Es erschien also angebracht, sich vorsichtig und in voller Schutzmontur an die Sache heranzutasten. Man ist schließlich auch nicht mehr der Jüngste.

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Beim 2Souls Cycles MTB habe ich nur den Sattel versenkt und die Gabel auf kürzeste Länge eingefahren, um eine möglichst neutrale Lenkbarkeit an den steilen Rampen zu haben. Die Alfine 11-Gang Nabe arbeitete wie gewohnt problemlos, und das ganze Rad zeigte sich als bestens geeignet für solche Späße, zumindest soweit man das als Anfänger abschätzen kann. Man könnte da also mit Sicherheit viel mehr machen, als meine zaghaften Versuche auf den Fotos zeigen. Nach etwa 2h wiederholten Befahrens dieser kleinen Strecke hatte ich lt. Fahrradtacho 8km Strecke zurückgelegt (ich frage mich wie und wo) und war körperlich ziemlich fertig, obwohl ich derzeit eigentlich recht fit bin.
Klar ist: die Sache wird wiederholt. Leider habe ich mir am nächsten Tag beim Reinigen des Rades durch einen Umkipper eine kleine Beule ins Oberrohr geschlagen; schade und sehr ärgerlich. Aber der Stahlrahmen wird das abkönnen.

Jun 152014
 
Verge X10 Logo

Seit dem Wechsel auf einen sehr praktischen Honda Jazz “Kleinwagen” als Familienauto ist es nicht mehr so einfach möglich, das Rennrad in den Urlaub mitzunehmen, wenn die ganze Familie dabei ist. Das Tern Verge X10 Klapprad hingegen lässt sich bei herausgenommenen Rädern und Sattel in gefaltetem Zustand hervorragend verstauen. Es nimmt überraschend wenig Platz im Kofferraum weg und hat sich aufgeklappt bei meinen täglichen Touren am Urlaubsziel Caorle bewährt: schnell, leicht, praktisch, schick.

Caorle Standbar La Vela neu bemalt

Caorle Standbar La Vela neu bemalt

Das Tern wurde in Italien mit meinem Eigenbau Tourenlaufradsatz gefahren, welcher unempfindlich gegenüber Schlaglöchern oder gelegentlichen Schotterstücken ist. Bei Temperaturen von meist deutlich über 30 Grad Celsius im Schatten in diesem Urlaub war es für meinen Geschmack perfekt zum Radfahren, aber ich musste ständig auf hohen Sonnenschutz, viel Trinkwasser und den obligatorischen nassen weißen Schlapphut achten.

Brücke Eraclea

Brücke Eraclea

Erstmals habe ich in diesem Urlaub das Fairphone statt des alten Sony Xperia Active als Fotoapparat benutzt, und auch damit war ich dann alles in allem zufrieden.

Einige Panoramaaufnahmen

Brücke Eraclea

Brücke Eraclea

Caorle Spiaggia Ponente

Caorle Spiaggia Ponente

Canale Ongaro

Canale Ongaro

Diverse Bilder von den Radausflügen mit dem Verge X10

Alte Häuser am Weg

Noch einige Bilder aus Caorle