Sep 132012
 
WR250R Logo

Bei einer mehrtägigen Motorradtour nach Südtirol und im Friaul mit zwei Freunden auf ihren Yamahas XT660Z und XT660R hat sich sowohl meine WR250R als auch der Giant Loop Coyote bewährt.

Valle di Preone

Valle di Preone


Zur WR250R ist zu sagen, daß sie bei den typischen Dolomitenpässen mühsam zu fahren ist, da über 1700m trotz der Kraftstoffeinspritzung eine sehr starke Reduktion der Motorleistung spürbar ist, und vor allem überhaupt nurmehr bei hoher Drehzahl gefahren werden kann. Bei den immer verstopften Dolomiten-Passstrassen kann das sehr zäh, unnötig lärmig und anstrengend zu fahren werden. Es rächte sich dabei die längere Übersetzung von 14/42, welche ich beim Supermoto-Umbau meiner WR bisher zum entspannteren und verbrauchsärmeren Pendeln genutzt habe. Zum Kehrenfahren auf größerer Höhe ist das völlig ungeeignet, da kein Ganganschluß in den unteren Gängen mehr besteht. Zum nächsten Pässefahren wird auf Serienübersetzung 13/42 (Serie bei WR250X) umgebaut, auch wenn die Anreise dann leider etwas hochtouriger erfolgen muß.

Im Friaul hingegen, auf einsamen und sehr engen kleinen gewundenen Strassen ist die WR wie zu Hause. Dort ist sie das optimale Motorrad.
Trotz der Quälerei bei den hohen Pässen und der Beladung mit Gepäck begnügte sich die WR mit ca. 3,3l/100km Spritverbrauch.

Zur Gegend ist zu sagen, daß es in den Dolomiten noch voller geworden ist, als ich es von früher in Erinnerung hatte. Sogar werktags hat man unablässigen Kolonnenverkehr aus dicken Motorrädern, Autos, LKWs und Bussen. Ich sehe nicht mehr wirklich viel Sinn darin, hier mit Motorrädern zu fahren. Die erstaunlichen und beeindruckenden Dolomitenmassive bewundert man wohl besser zu Fuss oder per Fahrrad. Im Gegensatz dazu waren unsere Strecken im Friaul zumindest werktags vollkommen leer und perfekt zum stressfreien Motorradfahren.

Unsere kleine Friaul-Streckenauswahl gründete sich auf früher gefahrene Strecken mit Hermann Motorradreisen, exzellenten Streckentips eines sehr Friaul-erfahrenen Tourenfreundes und eigenen „Erfahrungen“ aus meinen früheren Durchreisen.

Der Giant Loop Bag absolvierte den ersten Einsatz und zeigte sich als 100% verlässlich, auch bei Dauerregen. Dieses Gepäcksystem ist das Geld wert. Es passt viel rein, man kommt schnell dran, und das ganze stört beim Fahren überhaupt nicht. Absolute Empfehlung für schmale enduroartige Fahrzeuge!

Ich habe unsere Tour etwas verfrüht nach dem gestrigen Regentag verlassen. Meine Freunde sind 3 Tage länger unterwegs, und ich wünsche ihnen noch eine tolle Tour. Das Fahren in dieser Runde hat Spass gemacht, selbst für jemand, der wie ich kein Gruppenfahrer ist, sondern fast ausschliesslich allein unterwegs ist.

Informationen zu einigen der befahrenen Strecken finden Sie bei den Fotos (anklicken!).