Jul 062013
 
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Sony Actioncam HDR-AS15 Motor&Bike Kit

Kamera, wasserdichtes Gehäuse, Klebehalter (VCT-AM1), Kopfgurthalterung (VCT-GM1), Lenkerhalterung (VCT-HM1), zusätzlich noch Kugelkopf (ADP-BH1, empfehlenswert! Nicht im Kit enthalten)

Nach langem Zögern habe ich mich kürzlich entschlossen, mir eine gute Actioncam zu gönnen. Die Videoqualität unseres alten Panasonic SDR-S7 Camcorder war für bewegte Aufnahmen unbefriedigend.
Die Sony HDR-AS15 Kamera mit WLAN und Steuerungs- bzw. Justagemöglichkeit über Android Smartphone gefällt mir sehr, nicht zuletzt aufgrund der schmalen Form und diverser vielversprechender Demovideos auf Youtube. Zudem wird die Bildstabilisierung dieser Kamera sehr gelobt. Sony hat inzwischen beim Zubehör nachgelegt, bietet nun sehr sinnvolle Befestigungsteile an und kontert damit auf einige typische Kritikpunkte. Dies (sowie ein günstiges Angebot bei cyberport.de) gab den Ausschlag, endlich das Sony Teil zu bestellen. Und was man dann erhält, macht einen sehr hochwertigen Eindruck, sowohl die Kamera als auch das Zubehör. Dieser Blogartikel sammelt meine ersten Erfahrungen mit dem Gerät. Ganz unten findet man einige Demovideos (allerdings bisher nur im 30fps ‚HQ‘ Modus, die Kamera kann auch 60fps im ‚PS‘ Modus), anhand derer ich versucht habe, für meine Fahrzeuge und geplante Einsätze eine optimale Kameraposition zu finden.

Sony Actioncam HDR-AS15, Kugelkopfhalter

Montage auf Klebehalterung mit Kugelkopfadapter

Das bestellte Motor&Bike Kit enthält neben dem Standardlieferumfang (Kamera, 2 Klebeplatten, Adapterplatte für Klebeplatten sowie das zwingend zu verwendende Unterwassergehäuse) noch eine Kopfgurthalterung sowie eine praktische Lenkerhalterung, leider ohne Kugelkopf und somit nicht in allen Achsen justierbar.
Hinzubestellt habe ich mir deshalb noch einen kleinen Kugelkopfadapter (ADP-BH1), sowie den neuen Skelettrahmen (AKA-SF1), der das von vielen schmerzlich vermisste Stativgewinde liefert, das der Kamera selbst fehlt. Man kann damit auf das geschlossene Unterwassergehäuse verzichten und muß sich andererseits nicht das teure und eigentlich unnötige Camcorder Upgradekit mit Bild-Display (AKA-LU1) zulegen. Fotos und Demovideos dieses Halterahmens findet man ganz unten im Artikel.

Die Kamera soll in erster Linie an zwei Motorrädern und ggfs. an Fahrrädern verwendet werden.
Update: Inzwischen bietet Sony mehrere Nachfolgemodelle, insbes. die HDR-AS100V an. Diese Modelle sollte man bei Interesse an einer Actioncam auf jeden Fall in Betracht ziehen.

Überlegungen zur Honda NC700X

Denkbar wäre:

  1. Lenkerhalterung per vorhandenem RAM Mounts Arm mit Stativgewinde.
  2. Mitgelieferte Lenkerhalterung: an der Honda nicht gut montierbar, an der Yamaha WR250R sowie an den Fahrrädern voraussichtlich gut zu verwenden, solange keine Rüttelstrecken gefahren werden
  3. Helmhalterung mit einer mitgelieferten Klebeplatte und Kugelkopfadapter zur Feinjustage. Vermutlich die beste Lösung für Offroadeinsatz. Bilder siehe unten.
  4. Gurthalterung irgendwo am Körper (bisher keine geeignete Möglichkeit gefunden, am Helm nicht verwendbar mangels einstellbarer Kameraposition bzw. Inkompatibilität mit der Kugelkopfhalterung). Interessant erschien mir immer die Brustmontage, da hier der Blickwinkel und Bildausschnitt für Motorradeinsatz optimal ist.
  5. Klebeplattenhalterung irgendwo am Motorrad zusammen mit Kugelkopfadapter und/oder Neigungsadapter VCT-TA1
  6. Beliebige Saugnapfhalterung mit Stativgewinde

Sony Actioncam HDR-AS15, Klebehalterung auf Motorrad

Die gekrümmte der beiden Klebeplatten angebracht an der Honda NC700X


Punkt 5 erschien für die Honda NC700X vielversprechend und funktioniert prinzipiell gut. Inbes. macht der filigrane und bestens bedienbare Sony Kugelkopfadapter mal deutlich, wie grobschlächtig und nervig das teure RAM Mounts Kugelzeug mit seinen hässlichen zölligen Schrauben ist; leider für manche Anwendungen unverzichtbar, da gut vibrationsdämpfend. Auf der Suche nach einem geeigneten Platz kam mir bisher nur der Gepäckfachdeckel der NC700X in den Sinn, wo die Klebeplatte auch perfekt sitzt und hält.

Actioncam HDR-AS15 an Honda NC700X, Klebehalter, Neigungsadapter, Kugelkopfadapter

Kamera in Position auf Honda NC700X mit Klebehalterung, Neigungsadapter und Kugelkopfadapter. Wer nicht will, daß die Anzeigeeinheit des Fahrzeugs im Video sichtbar ist, muß bei derartiger Montage allerdings vorsichtig sein.


Aus dieser Position muß man zwingend im 170 Grad Modus filmen, sonst sieht man später im Video nur die Armaturen. Die Position erscheint mir reizvoll und praktisch, und die Kamera liegt im Schutz der Frontscheibe, was auch der Geräuschaufzeichnung zugute kommt, wenn der offene Halterahmen verwendet wird. Allerdings verdeckt die Armatur die Straße vor dem Fahrzeug, und das stört trotz des weiten Bildausschnitts. Daher verwende ich sowohl den Neigungs- als auch den Kugelkopfadapter. Die Kamera wird damit höher und weiter hinten positioniert, so daß das Anzeigeinstrument und das GPS weniger prominent im Video liegen. Hauptproblem ist dann die starke Vibrationsneigung des Deckels. Man muß auf jeden Fall Dämpfungsmaßnahmen (Gummiunterlage o.dgl.) verwenden. Damit experimentiere ich. Unproblematisch bei meinen Tests war hingegen eine RAM Mounts Lenkerhalterung. Eine Helmhalterung möchte ich beim Straßenbetrieb vermeiden, da sie die seitlichen Bewegungen des Fahrzeugs im Video fast völlig verschwinden lässt, und ich bei längeren Touren kein ausladendes Teil am Helm haben will.
Actioncam HDR-AS15 an Honda NC700X, Klebehalter, Neigungsadapter, Kugelkopfadapter

Kamera in Position auf Honda NC700X mit Klebehalterung, Neigungsadapter und Kugelkopfadapter. Wer nicht will, daß die Anzeigeeinheit des Fahrzeugs im Video sichtbar ist, muß bei derartiger Montage allerdings vorsichtig sein.


Statt meines Adapterturms aus Neigungsadapter und Kugelkopf kann man sicherlich auch einen preisgünstigen Saugnapfhalter mit langem Arm nehmen. Ob der auf dem Gepäckdeckel der NC unter allen Umständen sicher hält, wäre zu ermitteln. Es empfiehlt sich, beim Schließen des Deckels beim Verschluß einige Lagen Fahrradschlauch unterzuklemmen, um die starken Vibrationen des Deckels zu vermindern.
Alternativ wäre eine seitliche Rahmenmontage machbar mittels Lenkerhalter und Kugelkopfadapter:
Actioncam HDR-AS15 an Honda NC700X, Rahmenmontage seitlich

Seitliche Montage mittels Lenkerhalter und Kugelkopfadapter


Es folgt ein Screenshot vom Kontrollhandy mit dem Bildausschnitt bei der Seitenmontage:
Actioncam HDR-AS15 an Honda NC700X, Rahmenmontage seitlich

Screenshot des Kontrollmonitors am Smartphone (Kein Kamerastandbild!)

Verwendung der Kamera mit der Yamaha WR250R Enduro/Supermoto

Actioncam HDR-AS15 an Yamaha WR250R

Lenkerhalter VCT-HM1 mit Gummiunterlegung, gute Vibrationsdämpfung, allerdings Konflikt mit Bremsleitung.

Mittels des Lenkerhalters VCT-HM1 lässt sich die Kamera an meinem Magura CX Nachrüstlenker im dicken Teil seitlich der Lenkerklemmung perfekt befestigen. Dank der in der Schelle integrierten Gummilagerung (ich verwende die dünne Version der Gummieinlage sowie den dickeren der beiden Unterlegstreifen) ist die Kamera weich gelagert und nimmt die Motorvibrationen des hochdrehenden WR Motors kaum auf. Auch beim Befahren holpriger Straßen funktioniert das recht gut. Aufpassen muß man mit der Verlegung der Bremsleitung. Die im Bild verwendete Bremsleitung verläuft bei belastetem Motorrad genau durch das Bild. Die Kamera muß also noch mittels des Kugelkopfadapters höhergelegt werden.
Actioncam HDR-AS15 an Yamaha WR250R

Lenkerhalter VCT-HM1 mit Gummiunterlegung, gute Vibrationsdämpfung, allerdings Konflikt mit Bremsleitung.

Klebehalter für HDR-AS15 Helmkamera

Der Klebehalter hält gut, wird aber sicherheitshalber mit zwei Drahtschlaufen am Schirm des Helmes gesichert

Für härtere Einsätze ist eine Befestigung am Helm sinnvoll, um das Video nicht durch die ständigen Schläge ins Fahrwerk völlig zu verwackeln. Dafür eignet sich der Klebehalter VCT-AM1 sehr gut. Man kann die Klebeplatte zusätzlich gegen Abflug sichern, da sie beidseitig Ösen besitzt. Mit etwas Sorgfalt kann man die Platte so aufkleben, daß die Kamera ohne weitere Adapter oder Kugelkopf direkt mit der gelben Adapterplatte eingeschoben den optimalen Blickwinkel zeigt. Dafür muß man natürlich den Helm entsprechend gut aufsetzen und auf dem Fahrzeug in Fahrhaltung sitzend testen.
Helmkamera Sony HDR-AS15

Der Klebehalter ist mit Draht zusätzlich am Helm gesichert.


Bei der WR250R ist der Heckkotflügel kaum gewölbt, so daß man hier mit einer flachen Klebeplatte eine Heckhalterung anbringen kann. Damit kann man entweder sich selbst samt Motorrad beim Endurofahren oder aber einen hinterherfahrenden Fahrer filmen. Die Klebeplatte wurde wie bei der Helmhalterung mit Wickeldraht gesichert.
Actioncam HDR-AS15 an Yamaha WR250R, Heckmontage

Mittels Klebehalter und Sicherungsdraht am Heck der Yamaha WR250R montiert (Kamera kann wahlweise vorwärts oder rückwärts filmen)


Der folgende Screenshot des Kontrollhandys zeigt den Bildausschnitt der Heckkamera an der WR250R:
Actioncam HDR-AS15 an Yamaha WR250R, Heckmontage, Bildausschnitt

Screenshot des Kontrollmonitors am Smartphone (Kein Kamerastandbild!)


Zwei Demovideos zur gezeigten Heckmontage findet man in der Tabelle ganz unten im Artikel. Leider ist diese Montageposition aufgrund hochfrequenter Vibrationen des Kotflügelplastikteils kaum brauchbar.

Exemplarische Verwendung der Kamera an einem meiner Fahrräder

Unter Verwendung des Kopfgurthalters wurde die HDR-AS15 bei einer kleinen Runde mit Fahrgast auf meinem Big Dummy Transportrad ausprobiert. Dabei fiel auf, dass der Kopfgurt auf die Dauer etwas drückt, obwohl er über einen Sonnenhut getragen wurde. Ansonsten lässt sich die Kamera damit einwandfrei verwenden und auch passend einstellen. Genial ist die dauernde Bildkontrolle über das am Lenker montierte Smartphone, welches per WiFi an die Kamera verbunden ist und immer den Bildausschnitt zeigt, sowie die komplette Bedienung der Kamera bequem ermöglicht. Dabei läuft bei mir auf dem Smartphone noch Oruxmaps als Sporttracker und oft sogar ein Musikabspielprogramm.
Beschlagen des Gehäuses ist auch hier ein Thema. Antibeschlageinsätze sind zwingend erforderlich, sofern man nicht den offenen Halter nimmt. Ein provisorisches Demovideo einer Radtour direkt aus der Kamera findet man unten im Artikel.

Bedienhinweise

Es folgen einige technische Details, die mir bei der Inbetriebnahme aufgefallen waren. Alle Angaben ohne Gewähr. Dies ist keine Bedienungsanleitung.

  • Menüsteuerung: Einschalten der Kamera über PREV oder NEXT Knopf. Mittels ebendieser Knöpfe im Menü vorwärts oder rückwarts gehen. Mit dem Aufnahmestartknopf einen Menüeintrag auswählen oder den jeweiligen BACK Menüpunkt wählen, um wieder eine Ebene zurückzugehen. Darauf achten, daß die Kamera im richtigen Modus ist, wenn sie ins Unterwassergehäuse gesteckt wird: MOVIE (Video) oder INTVL (Serienfotos). Vertut man sich hier, so erlebt man eine böse Überraschung, wenn man die Kamera später im Gehäuse über den Startknopf aktiviert und dann zu Hause feststellt, daß man 1000 Serienbilder statt eines Actionvideos gemacht hat.
  • Akkulade: Das Herausziehen der Akkulade ist in der Sony Anleitung unzureichend beschrieben. man tut gut daran, keinerlei Gewalt anzuwenden. Die Lade muß ohne weitere Biege- oder Drückaktionen und ohne seitlich Druck auszuüben einfach nach hinten herausgezogen werden. Dazu kann man mit dem Fingernagel vorsichtig von hinten an der kleinen Lasche der Akkulade ansetzen und das Teil herausholen.
  • Objektiv: Bei allen Handgriffen darauf achten, das exponierte Objektiv nicht zu berühren. Das passiert sonst zwangsläufig und man hat sofort schwer entfernbare Fettflecken darauf.
  • Micro-SD Karte: Eine Micro SDHC Karte (mind. Class 4) von hinten so einstecken, daß die Kontaktflächen weg vom Akku, hin zur Displayseite der Kamera zeigen. Die Karte geht gewaltfrei hinein und rastet spürbar ein. Zum Entfernen drückt man die Karte leicht hinein, und zieht sie dann vorsichtig heraus. Die Betriebsanleitung empfiehlt, die SD Karte vor Benutzung zu formatieren, wozu die Kamera im SETUP Menü die FORMT Funktion bietet. Dies ist auch die einzige Möglichkeit, vorhandenes Bildmaterial auf der SD Karte unterwegs zu löschen. Selektives Löschen ist nicht möglich. Das Formatieren geht zum Glück recht schnell.
  • USB/Akku aufladen: Der Akku wird im Gerät über den Micro-USB Anschluß geladen. Es wird ein starkes Ladegerät empfohlen, welches mind. das dreifache der bei USB 2.0 Anschlüssen vorhandenen 500mA liefert. Man sollte also am besten ein Smartphoneladegerät verwenden. Unter der Klappe im Boden (öffnet seitlich mit etwas Nachdruck) ist die orange Ladekontrollleuchte. Um das Laden anzustossen, muß die explizit mittels des POWR Menüpunkt abgeschaltete Kamera frisch mit dem USB Anschlußkabel verbunden werden. Ist die Kamera eingeschaltet, so muß man sie von USB trennen und abschalten, bevor man sie wieder einsteckt. In dem Fall, daß die Kamera beim Wiederanschluß selbsttätig startet statt mit dem Ladevorgang zu beginnen (Start-/Stop Leuchte beim Startknopf hinten am Gerät blinkt rot, Gerät startet, keine Ladekontrolleleuchte), muß man vor dem Wiederanschliessen sogar den Akku aus dem Gerät entfernen und wieder einsetzen. Danach sollte sich die Kamera nicht mehr selbsttätig einschalten, sondern in den Ladezustand gehen. Es gibt übrigens im Setup eine Einstellung USBP, die man auf on stellen muß, wenn man die Kamera am Computer mit externer Stromversorgung via USB betreiben will.
  • Unterwassergehäuse: leider ist das geschlossene Gehäuse nicht beschlagfrei. Nach wenigen Minuten beginnt es genau bei der Kameralinse reproduzierbar zu beschlagen. Es gibt im Web eine Reihe von Tipps, wie das verhindert werden kann. Diverse Hersteller liefern Antibeschlageinsätze für solche Gehäuse. Man findet solche Angebote leicht in den üblichen Webshops. Auch Sony selbst bietet wiederverwendbare Antibeschlageinlagen (AKA-AF1) an, welche leider sehr teuer sind. Ich werde bei guten Witterungsbedingungen den bald lieferbaren Skelettrahmen (AKA-SF1) einsetzen.
  • Die Lenkerhalterung VCT-HM1 wird mit mehreren unterschiedlich dicken selbstklebenden Gummi-Innenschellen geliefert, so daß man die Möglichkeit hat, die Halterung an die vorhandene Rohrdicke anzupassen. Es ist aber gar nicht nötig, diese Gummmi-Einlagen fest zu verkleben. Der Haltearm hält bei mir auch dann, wenn die passenden Gummieinlagen nur lose eingesetzt werden. So kann ich den Haltearm mit wechselnden Rohrdurchmessern verwenden.
  • Bedienung per Android Smartphone: auf dem Smartphone ist die Playmemories App aus Google Play (Market) zu installieren. Über das Smartphone kann man die Aufzeichnung aktivieren und deaktivieren, den Bildmodus einstellen, den Bildausschnitt passend justieren, sowie Videos und Fotos von der Kamera auf das Handy kopieren, um sie von dort dann zu teilen oder anderweitig zu verarbeiten. Man kann leider kein vorhandenes Material auf der Kamera löschen. Vorgehensweise: an der Kamera muß im Setup RMOTE auf on eingestellt sein. Auf einem der zahlreichen mitgelieferten Beipackzettel (wahrscheinlich auf der englischen Bedienungsanleitung) ist ein kleines Klebeetikett mit der individuellen WLAN SSID und dem Passwort des Kameramodells. Das Smartphone muß sich per WLAN mittels der besagten selbst einzugebenden SSID und dem Passwort an die Kamera verbinden. Dann startet man die Playmemories App. Die Verbindung klappte bei mir erst beim zweiten oder dritten Anlauf; dies war insofern etwas verwirrend. Seither geht es aber problemlos. Unbedingt nötig ist dafür die aktuelle Firmware der Kamera! Siehe nächster Punkt. Übrigens: wer das Klebeetikett nicht findet, oder wer den dämlich gedruckten Font auf dem Etikett einfach nicht entziffern kann, der kann sich diese Daten per PC direkt von der Kamera holen. Die Anleitung dazu ist in der Bedienungsanleitung (Beipackzettel) zu finden. Sinngemäß einfach per USB anstecken und das als Massenspeicher eingehängte Kameralaufwerk durchsuchen! So kommt man auch an die vollständige Bedienungsanleitung.
  • Firmwareupgrade: gegenwärtig aktuell ist die Firmware 3.0, welche man sich auf die Kamera flashen sollte, um in den Genuß einiger sehr sinnvoller Features zu kommen, sowie die Fernbedienung per Smartphone nutzen zu können. Das Update der Firmware geht sehr einfach. Über die Sony Webseite kann man im für die Geräteregistrierung anzulegenden User-Konto im Supportbereich alles nötige dazu finden, downloaden und leicht durchführen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Windows PC.
  • Klebehalterung VCT-AM1: wer mehrere Helme oder sonstige Klebeflächen zur Kamerahalterung verwenden will, kann sich weitere Klebehalterungen (VCT-AM1) bestellen. Dann ist es gut zu wissen, daß dieses Zubehörpaket neben der gelben Adapterplatte je zwei Klebepads vom Typ ‚eben‘ und zwei vom Typ ‚gekrümmt‘ enthält. Von jedem Typ liegt der Kamera im Original-Lieferumfang ein Stück bei, und das dürfte für die meisten Fälle zu wenig sein.

Demovideos unter Verwendung des Unterwassergehäuses

Demovideos für die oben beschriebenen Kamerapositionen mit Unterwassergehäuse

Fahrzeugtyp/
Fahrzeug
Kameraposition/
Perspektive
Qualität/
Settings
Nachbearbeitung Videobeschreibung
Motorrad (Honda NC700X) Tankperspektive HQ, 170 Grad Weitwinkel, 30fps Bildstabilisierung durch Youtube Landstraßenfahrt, stark verwackelt
Tankperspektive, Deckel das Gepäckfachs zur Dämpfung gummiunterlegt HQ, 170 Grad Weitwinkel, 30fps Landstraßenfahrt, nicht mehr so stark verwackelt
Tankperspektive, Deckel das Gepäckfachs zur Dämpfung gummiunterlegt HQ, 120 Grad Bildwinkel, Steady Shot, 30fps Landstraßenfahrt, trotz Steady Shot immer noch zu verwackelt
Helmkamera HQ, 120 Grad Bildwinkel, Steady Shot, 30fps Landstraßenfahrt, sehr gutes Ergebnis, ohne Weitwinkel realistisches Fahrgefühl und realistisches Geschwindigkeitsgefühl
Rahmenmontage, Kühlerperspektive HQ, 170 Grad Weitwinkel, 30fps Kurze Landstraßenfahrt, sehr wenig Vibration an dieser Montageposition, leider eher uninteressanter Bildausschnitt
Lenkermontage HQ, 120 Grad, Steady Shot on, 30fps Kurze Straßenfahrt
Motorrad (Yamaha WR250R Supermoto) Helmkamera HQ, 170 Grad Weitwinkel, 30fps Videobearbeitung mit Windows Movie Maker Kleine Landstraße und Schotterstraße
Montage auf hinterem Kotflügel, Sicht nach vorne auf Fahrer. Die Idee bei dieser eigenartigen Perspektive war, die Fahraktivität zu filmen (v.a. für Endurostreckeneinsatz o.dgl). HQ, 170 Grad Weitwinkel, 30fps kleine Schotterstraße. Hochfrequente Vibrationen des Heckplastikteils machen das Video leider unscharf bis unbrauchbar.
Montage auf hinterem Kotflügel, Sicht nach hinten. Zweck: Aufnahme hinterherfahrender Motorräder HQ, 170 Grad Weitwinkel, 30fps kleine Schotterstraße. Hochfrequente Vibrationen des Heckplastikteils machen das Video leider unbrauchbar. Zudem fehlt ein optischer Anhaltspunkt des Fahrzeugs.
Fahrrad (Surly Big Dummy) Kopfgurthalterung HQ, 170 Grad Weitwinkel, 30fps Inndamm (Schotter)

Demovideos mit dem neuen Skeletthalterahmen AKA-SF1

Sony Actioncam HDR-AS15 mit Halterahmen AKA-SF1

Die Kamera im offenen Halterahmen AKA-AF1

Actioncam HDR-AS15 mit Halterahmen AKA-SF1 an Motorrad

Kamera im Halterahmen auf Kugelkopf- und Neigungsadapter am Motorrad

Inzwischen ist der Halterahmen AKA-SF1 eingetroffen, welcher statt des Unterwassergehäuses zum Einsatz kommen soll. Diese Halterung bietet ein Stativgewinde, macht keine Beschlagprobleme, verdeckt nicht die Schaltelemente der Kamera und läßt die Frontmikrofone für eine bessere Klangaufzeichnung frei. Zudem wiegt die Halterung spürbar weniger als das Unterwassergehäuse. Die folgenden beiden Demovideos für die Honda NC700X sind meine Favoriten für dieses Fahrzeug. Insbes. die Helmkameraaufzeichnung finde ich sehr brauchbar: beste Landschaftsdarstellung, verwackelungsfrei, optimaler Bildausschnitt, realistischer Klang und dabei sogar ein guter Eindruck vom Fahren dieses Fahrzeugs selbst.

Demovideos mit dem Halterahmen AK-SF1 statt des Unterwassergehäuses

Fahrzeugtyp/
Fahrzeug
Kameraposition/
Perspektive
Qualität/
Settings
Nachbearbeitung Videobeschreibung
Motorrad (Honda NC700X) Tankperspektive, Deckel das Gepäckfachs zur Dämpfung gummiunterlegt HQ, 170 Grad Bildwinkel, 30fps Kleine Landstraße, besserer Klang als oben
Helmkamera HQ, 170 Grad Bildwinkel, 30fps Kleine Landstraße: dieses Setup ist mein Favorit für dieses Motorrad, da hier der Eindruck des Fahrzeugs vermittelbar ist und die Geräuschkulisse realistisch ist.

Bitte keine Demovideos mehr…

Die obigen Demovideos entstanden beim Erlernen der Handhabung der Kamera. Das Ziel war, bereits bei den ersten Toureinsätzen möglichst wenig frustrierenden Video-Müll oder böse Überraschungen zu produzieren. Meine ersten „richtigen“ Motorrad-Tourvideos sind in diesem Artikel zu sehen. Ohne die zahlreichen vorbereitenden Demofahrten wären diese ersten Tourvideos in Bezug auf Bildvibration, Beschlag, Handhabung der unterschiedlichen Halterungen sowie Bildausschnitt sicherlich weniger gelungen. Bisher fehlen mir allerdings noch Aufnahmen im ‚PS‘ Modus mit 60fps.