Nov 292014
 
NC700X Logo

Etwas verspätet war die Honda NC700X mit aktuell ca 17.000km jüngst beim fälligen Jahres-Kundendienst. Dabei erlebte ich eine Überraschung: Das Kupplungsverhalten des DCT hat sich verbessert. Bereits der Kaltstart bei der Fahrzeugabholung ließ mich vermuten, daß man ein DCT Softwareupgrade vorgenommen hatte. Dies war aber nicht der Fall. Statt des bisher oft etwas unberechenbaren Einkuppelns beim allerersten Kaltstart (Vorsicht: hier wird auf hohem Niveau gejammert!) schaltete und kuppelte das System vom ersten Meter an weich und angenehm wie bei warmgefahrenem Motor. Der Unterschied zu vorher war überdeutlich: es kam mir ungewöhnlich perfekt vor. Es betrifft auch die allgemeinen Laufeigenschaften des Motors, sowie das Laufgeräusch. Honda NC700X Als ich meine Werkstatt daraufhin nochmal kontaktierte, um den angewendeten Trick in Erfahrung zu bringen, wurde klar, daß es sich hier ausschließlich um die Folge einer neuen Ölmarke handeln konnte, die erstmals bei meinem Fahrzeug zum Einsatz gekommen war. Bisher war bei den Serviceterminen immer offizielles Honda 10W30 Motoröl eingefüllt worden. Der letzte Wechsel beim 12.000er Kundendienst hatte im Juli 2013 stattgefunden.
Diesmal hatte die Werkstatt nun aber ein Liqui-Moly 10W30 Motorradöl verwendet. Vermutlich handelt es sich um dieses Produkt, was ich aber noch genauer ermitteln möchte.
Im Moment kommen bei mir leider nur wenige Kilometer zustande. Schnelle Aussagen kann man daher nicht machen. Sollte sich der erste Eindruck bestätigen, so muß man eine klare Empfehlung aussprechen.

  6 Responses to “DCT und Motoröl”

  1. Hi Phil!

    Unpackbar und ausgesprochen lobenswert, daß sich Honda über solche (aus Sicht von KTM) totale Marginalien einen Kopf macht. Auch mit ausgedrehtem Kupplungsbelag und O-Ring malt mein Hinterrreifen beim ersten Einkuppeln nach längerer Standzeit einen schwarzen Strich auf den Asphalt und der Motor ist aus. Dem leidigen Thema „Kupplungsrutschen vs. Ölmarke“ war auch nur durch einen Satz Reib- und Stahlscheiben von Lucas beizukommen.

    10W30 erscheint mir aber fast ein wenig merkwürdig – muß man da im Sommer nicht Angst haben, wegen der Viskosität? Aber vielleicht handelt es sich um ein besonderes Öl mit abgesenkter Hochtemperaturviskosität, auf das Honda umgeschwenkt ist, evtl. auch, um den Verbrauch noch weiter zu senken?

    Währenddessen zucke ich übrigens ratlos die Achseln, daß durchaus sturzrelevante Teile eines gut 15 Jahre alten Motorrads (Kühlerspoiler) aus der Produktion gelaufen sind und nur noch als Nachbau für z. T. obszöne Preise zu haben sind. Wenn KTM allerdings glaubt, mich so von der Konsumverweigerung abzubringen, dann haben sie sich aber geschnitten. 😉

    Ciao,
    Volker

    • Hallo Volker!
      10W30 ist die für dieses Fahrzeug vorgeschriebene Ölkategorie. Keine Probleme bisher, egal wie heiß es war.
      Teilesorgen gibts naheliegenderweise keine, und das Thema Neufahrzeug ist bis auf eine Unwägbarkeit in den nächsten Jahren ebenfalls erledigt.
      Sollte Honda eine Africa Twin in der ~200kg Klasse (also 30kg leichter als die NC, bei mehr Motorleistung) mit DCT, gewohnt guter Wirtschaftlichkeit und gehobener Fahrwerksqualität bringen, so wie der True Adventure Prototype es ahnen lässt, dann gibts einen 2:1 Tausch. Sozusagen mal wieder der konsequente Schritt zu „Eine für alles“. Wie das finanziell gehen soll, ist dabei allerdings noch unklar.

      • Servus Phil!

        Mit „2:1 Tausch“ meinst Du aber hoffentlich nicht, daß Du NC700 UND(!) WR250R für die Afrka Twin drangeben willst, oder? Denn das wäre jammerschade und hätte das bombensichere Leichtbaukonzept von Yamaha auch nicht verdient, die mit einem so fortschrittlichen Motorrad immer noch alleine auf weiter Flur stehen. Bei KTM reicht es ja auch weiterhin nur zur übermotorisierten, überschweren, überteuren 690er Enduro, dem Freeride-Spielzeug (->Tankreichweite!) oder EXC-Modellen mit Alibizulassung.

        Ciao,
        Volker