Glocknerstraße mit Streetstepper

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Jul 062014
 
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Kurzentschlossene Glockneraktion: ein genialer Tag!

Die hiesigen lokalen Hügel sind wunderbar zum Streetstepper- und Fahrradfahren, aber ich wollte jetzt endlich wissen, was mit dem Streetstepper wirklich geht. Außerdem musste seit langer Zeit mal wieder eine ordentliche Tour her.

Glocknerstraße: Panorama von Edelweißspitze

Glocknerstraße: Panorama von Edelweißspitze

Zu dritt starteten wir am heutigen Sonntag zur Großglockner Hochalpenstraße: ein guter Freund und langjähriger Radtouring-Kollege mit dem Rennrad, sowie meine Frau auf dem Mountainbike. Die Fahrt begann in der Nähe des Ortes Fusch auf 870 Höhenmetern und führte zur Edelweißsspitze bis auf etwa 2570 Höhenmeter mit einem ganz kurzen Abstecher zum Fuscher Törl. Mein RS20 ist in einigen Punkten umgebaut. Natürlich kann man so eine Passfahrt auch mit einem serienmäßigen Fahrzeug machen. Zwei der Umbaumaßnahmen empfand ich aber sehr hilfreich: zum einen das 34er Ritzel am Hinterrad statt des serienmäßigen 30ers, sowie die ausgezeichnete MT4 Scheibenbremse, die bei der rasanten Abfahrt beim Anbremsen der Kehren (Gewichtsverlagerung nach hinten!) angenehm souverän wirkt. Siehe auch die Abfahrt im folgenden Video.

Streetstepper auf der Glocknerstraße

Streetstepper auf der Glocknerstraße

Fahrt- und Fitnessdaten

Bei Trainingstagebuch.org kann man die interaktiv visualisierten Fahrtstatistiken abrufen, wenn man unter dem Link auf Details und dann auf Karte&Details klickt.
Ich hatte mir die Auffahrt schwerer vorgestellt. Etwa 1800 Höhenmeter waren alles in allem zu schaffen, und abgesehen vom starken Gegenwind im oberen Drittel verlief die Fahrt ohne Erschöpfung. Nach etwa 1100 gefahrenen Höhenmeter, also ab etwa 2000m Höhe begann ich die Anstrengung zu spüren. Die Herzfrequenz lag während der Auffahrt im Bereich 150 bis 160 Schläge pro Minute.

Fahrtvideo

Der mühsame Teil, die Auffahrt geht bis etwa 05:03 Minuten. Bei 05:30 Minuten beginnt die Abfahrt.
Die Kamera war direkt beim Streetstepper Antrieb befestigt. Daher verstärkt sie das eigentlich sehr leise mechanische Laufgeräusch der Kette auf ein Vielfaches. Der Streetstepper läuft nicht lauter als ein normales Fahrrad, wie man bei den Aufnahmen aus der Kopfperspektive feststellen kann.

Smartphone-Fotos

Randnotizen

Neben dem ausgezeichnet funktionierenden Streetstepper brillierte bei dieser Tour auch mein altes Garmin Oregon 400t, welches die Herzfrequenz via ANT+, sowie die barometrische Höhe quasi metergenau aufzeichnete.
Der Stepper zieht die Aufmerksamkeit vieler Radfahrer auf sich, weil offenbar die meisten annehmen, es wäre schwierig, damit bergauf zu fahren, bzw. man hätte ja mangels Sitz keine Erholungsphasen. Dem kann allerdings ruhig widersprochen werden. Man kommt hervorragend bergauf, wenn man ein wenig mit dem Fahrzeug eintrainiert ist. Ich war selbst erstaunt, wie locker ich die Fahrt bewältigen konnte. Wirklich hart waren nur die Gegenwind-Abschnitte. Und der fehlende Sitz ist eigentlich etwas wunderbares: Sitzbeschwerden? Niemals! Man setzt sich ja auch beim Bergwandern nicht ständig hin. Das Fahren mit dem Stepper ist kaum vergleichbar mit Wiegetritt beim Fahrrad, wo man tatsächlich immer wieder mal sitzen möchte.

Kritik kam allerdings von einem überholenden Rennradfahrer, der anscheinend etwas verächtlich und von oben herab die am Hinterrad verbaute Scheibenbremse in Frage stellte.
Nun, es gab nicht die Möglichkeit, die Abfahrt in den Kehrenstrecken gegeneinander auszufahren, aber ich war tatsächlich sehr froh um die ausgezeichnet arbeitende, weich aber stark zupackende MT4, wie schon oben beschrieben. Das Anbremsen der Kehren aus hoher Geschwindigkeit ist mit so einer Bremse erheblich angenehmer als mit Felgenbremsen, weil man besser dosieren kann, und im heißgebremsten Zustand mehr Reserven bei weniger Handkraft hat. Und im Gegensatz zu den normalen hohen Fahrradrahmen ist beim Streetstepper auch die Hinterradbremse stets effektiv einsetzbar, weil man den Körperschwerpunkt problemlos extrem weit nach hinten unten verlagern kann, so daß die Hinterradbremse fast schon wie eine Vorderradbremse wirken kann.

Smartphone Xperia Active Test am Streetstepper

 GPS, Handy, Elektronik, Streetstepper Sport (2011)  Kommentare deaktiviert für Smartphone Xperia Active Test am Streetstepper
Dez 082011
 
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Das Android-Outdoor-Smartphone Xperia Active von Sony Ericsson überzeugt als superkompaktes robustes Smartphone voll. Auf so etwas habe ich lang gewartet. Wer ein kleines und dabei sehr leistungsfähiges und gut ausgestattetes wasserfestes Android-Phone mit eigenständiger und sehr praktischer Form sucht, liegt 100% richtig mit diesem Gerät. Das Gerät begeistert mich von meinen bisher genutzten vier Android Smartphones (bis auf dieses waren alle Dienstgeräte) mit Abstand am meisten.

Smartphone Xperia Active provisorisch am Streetstepper montiert

Smartphone Xperia Active provisorisch am Streetstepper montiert

Ein wichtiger Kaufgrund war der Wunsch, an den mit USB Lademöglichkeit ausgestatteten Fahrrädern genau ein Gerät für alles mitzuführen, sei es für Trainingszwecke oder aber beim Touring: multifunktionales GPS, Navigation, Musikabspielgerät, Fotoapparat für gelegentliche Schnappschüsse, Handy, Webbrowser und Mailtool fürs Hotel-Wifi. Dabei hat es das Smartphone mit dem zuverlässigen und geschätzten Garmin Oregon samt 2012er City Navigator und ANT+ Pulsgurt-Empfang aufzunehmen. Mit Einschränkungen war zu rechnen. Dass es sich so umständlich gestaltet, wie beim heutigen Erst-Test, hatte ich nicht erwartet. „Eines für alles“ ist womöglich schwierig realisierbar.

Im folgenden fasse ich die im Erstversuch aufgefallenen Punkte zusammen. Ich werde ggfs. Lösungen für die gelisteten Probleme im Artikel ergänzen, sofern ich welche finde. Also schaut bei Interesse gelegentlich wieder rein. Der Artikel wächst mit meinem Erfahrungsstand.

Meine primäre Aufgabenstellung:

  1. GPS Tracking: Aufzeichnung und/oder Nachfahren vorgegebener GPX-Tracks auf ausreichend gutem Onboard-Kartenmaterial von mind. Deutschland, Österreich, Italien, Slovenien; alle wichtigen Kartenfunktionen wie Zoom, Pan, eigene Wegpunkte.
  2. Pulsmessung, Anzeige, Aufzeichnung im GPX Track
  3. Navigation per automatischem (Fahrrad-)Routing für innerstädtische Situationen sowie bei ungeplanten Strecken oder Abkürzungen
  4. MP3 abspielen, ggfs. wenn nötig weitere Telefonaktionen bzw. Smartphoneeinatz
  5. Zumindest die für den Fahrradeinsatz typischen Funktionen aus obiger Liste sollten durch möglichst wenige Android Apps erfüllbar sein, idealerweise genau eine App für GPS und ANT+ sowie den MP3 Player.
  6. Ausreichender Bedienkomfort

Sehr schnell wurde klar, daß mindestens die letzten beiden Punkte naive Wünsche sind. Der erste Testeinsatz war ein ziemlich mühsames Gehampel mit dem Gerät. Es besteht großer Verbesserungsbedarf meiner Konfiguration und meiner Bedienkompetenz.

  • Bedienung: man sollte vorher wissen, dass für die Bedienung eines Touchscreen-Smartphones Spezialhandschuhe nötig sind. Hat man nur normale nichtleitende Langfinger-Radhandschuhe, und verfügt man auch nicht über ein Touchscreen-Würstchen im Gepäck, so muss man für jede Aktion am Smartphone einen Handschuh ausziehen. Grossartig. Es war mir bekannt und ich hatte für den ersten Test keine Lösung parat. Nervt natürlich extrem. Abhilfe gibt es mittels Handschuhen wie den Chiba Rain Touch II, oder bei weniger sportlichem Einsatz auch solche Handschuhe. Alternativ kann man vorhandene Handschuhe umarbeiten, entweder durch ein kleines Loch vorne beim Bedienfinger oder durch Aufnähen geeigneter Flicken, die man erstmal besorgen muß.
  • Display: Oruxmaps hat in der eigenen Konfiguration unter ‚Applikation‘ die Einstellmöglichkeit ‚Bildschirm aktiv‘, welche das Display im Tracklog Modus aktiv hält. Man kann zusätzlich einstellen, ob das Display hell beleuchtet bleiben oder zum Stromsparen gedimmt werden soll.
    Eine generelle Aussage zum Display des Xperia Active: das Touch-Display dieses Telefons ist letztendlich die größte Schwachstelle des Gerätes. Die Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung ist zum einen schlecht, was nun keine Überraschung ist. Der Knackpunkt ist aber die mangelhafte Bedienbarkeit. Unter bestimmten Umständen (Sonnenwärme, längeres Laden, generell Hitzeeinwirkung oder aber Schweißtropfen auf dem Screen) beginnt das hypersensible Display oder die Touchbuttonleiste, sich selbst zu bedienen. Das Gerät kommt dann außer Kontrolle und/oder nervt unglaublich. Manchmal hilft Abwischen, manchmal hilft nichts mehr außer Abschalten (falls noch möglich, andernfalls Akku entnehmen). Genausogut kann es auch sein, daß das Display unsauber oder gar nicht reagiert, insbes. in der rechten unteren Ecke. Mit solchen Problemen muß man bei dem Gerät leben. Das ist die Rückseite der Medaille, daß es ein extrem robustes und wasserunempfindliches Gerät ist.
  • ANT+ Integration: Mit dem ANT+ Nahfunkstandard kann das Xperia Active diverse Sensoren wie Pulsfrequenzsensor, Tretfrequenz u.v.m. auslesen. Das ist soweit ein erstklassiges Feature dieses Telefons. Der Empfang von meinem preisgünstigen Ciclosport Blue Eye III Gurt klappt hervorragend. Soweit keine Einwendungen. Leider ist das ANT+ Interface nicht in die Bedienoberfläche des Telefons integriert, sondern wird über entsprechende Applikationen ausgelesen, auf die man bei Bedarf angewiesen ist. Und da wird es dünn. Die vorinstallierte iMapMyFitness+ App kann es. Leider ist die App so konfiguriert, dass sie die Pulsfrequenz nicht im Grundzustand anzeigt. Man muss also erst herauskriegen, wie man an diese Anzeige kommt, was mir während der Testrunde nicht gelang. Inzwischen habe ich den Trick doch noch entdeckt: Antippen der Anzeigefelder im Datenpanel zur Umkonfiguration des anzuzeigenden Wertes. Ich konnte bisher noch nicht feststellen, ob die Pulsfrequenz im später direkt aus dem Smartphone in das Mapmyfitness Trainingsportal exportierten GPX Track enthalten ist. Interessant ist das konfigurierbare regelmäßige Sprachfeedback, welches vermutlich vorwiegend für Lauftraining gedacht ist, aber leider nicht sehr reichhaltig ist.
    Ich bin dann während der Testrunde auf Oruxmaps als Trackingsoftware umgestiegen, da diese ebenfalls ANT+ Funktionen in den Menüs anbietet und Offline-Karten verwenden kann. Dummerweise weigerte sich Oruxmaps während der Fahrt nach dem Applikationswechsel auf das ANT+ Interface zuzugreifen, da es offenbar noch von iMapMyFitness+ belegt war, welches ich beendet hatte. Inzwischen läuft das aber doch, Oruxmaps kann den ANT+ Brustgurt auslesen und die Werte anzeigen. Positiv!
    Geärgert habe ich mich, als ich feststellen musste, dass das Aktivieren des Flugzeugmodus (zwecks Stromsparen, und weil Telefonnetzempfang während der Runde unerwünscht war) den ANT+ Empfänger deaktiviert. Das mag technisch korrekt sein im Sinne von Mitnahme im Flugzeug, aber hier sollte es eine zusätzliche Konfigurationsmöglichkeit für diesen Fall geben.
    Es gibt übrigens noch weitere Trainings-Apps, welche ANT+ Sensoren unterstützen. Beispiele sind Google MyTracks und die empfehlenswerte Endomondo App, mit der ich noch experimentieren werde. Die grundsätzlich ähnliche Runtastic App für Android unterstützt dagegen leider nur Bluetooth-Sensoren in der kostenpflichten Pro Version, soweit ich es aus entsprechenden Foren entnehmen kann.
  • GPS-Tracking: iMapMyFitness nutzt zur Visualisierung des Tracks Onlinekarten. Dies ist mindestens im Ausland unerwünscht, somit für Urlaube und grenznahe Touren keine Option. Man kann auch ohne Kartendarstellung tracken, aber hat dann keine Orientierung. Die Applikation ist aus diesem Grund leider sehr eingeschränkt. Man kann zwar den entstandenen Track ganz toll sofort in das mapmyfitness Portal sowie in die gängigen social networks hochladen, aber das allein macht die App für mich nicht brauchbarer.
    Ein guter GPS-Tracker ist Oruxmaps. Diese Applikation arbeitet u.a. mit den ausgezeichneten kostenlosen Mapsforge Vektorkarten sowie wahlweise mit vielen anderen Offline- und Onlinekartensystemen. Die Verwendung von Mapsforge-Karten ist hier sehr gut beschrieben. Die Applikation ist leistungsfähig und erfüllt die gängigen Erfordernisse für die Verwendung von Tracks in jeder Art und Weise. Es gibt z.B. die Möglichkeit, akustisches Feedback bei verschiedenen Ereignissen (Verlassen der Route usw.) sowie Sprachfeedback zu konfigurieren. Darüberhinaus ist Oruxmaps in der Lage, das ANT+ Interface sinnvoll zu benutzen und Werte anzuzeigen. Den hardwareseitig am Telefon ausgeführten Lautstärkeregler kann Oruxmaps für den Kartenzoom nutzen, wenn man das will. Ich musste das allerdings abdrehen, da ich Musik laufen hatte, die ich über diesen Regler dimmen können wollte.
    Die erstellten GPX Tracks enthalten die Pulsfrequenz, allerdings nicht als Zusatzattribut in den Trackpoints, sondern gesammelt als Oruxmaps Extension in einem eigenen Tag nach allen Trackpoints. Zudem ist mir aufgefallen, daß Oruxmaps die Pulsaufzeichnung irreversibel stoppt, wenn man während der Aufzeichnungsrunde ein Waypoint-Routing zuschaltet (ohne dabei das Tracksegment zu wechseln). In dem Moment wo das Routing aktiv wird, ändern sich die Anzeigewerte auf routingspezifische Daten, die Pulsfrequenzanzeige ist weg (wird aber akustisch weiter angesagt!) und das ANT+ Interface scheint abgedreht zu sein lt. der Android-Infoleiste. Es lässt sich auch durch Beendigung des Routings nicht mehr reaktivieren. Das ist unschön. Folgt man allerdings von Beginn an einem vorhandenen Track, dann funktioniert es ausgezeichnet. Es werden sowohl die Daten über die verbleibende Strecke angezeigt, als auch die Pulswerte. Der resultierende Track ist vollständig.
    Sehr praktisch ist das Oruxmaps Feature, den Track direkt per Mail an eine konfigurierbare Mailadresse zu senden. Man kann den Track auch nach Wunsch in verschiedene Webapplikationen laden und ihn dort entsprechend auswerten.
    Dieses Programm empfehle ich als Trainings- sowie track-geführter Touringlösung mit dem Xperia Active, wenn man sich mit den unzähligen Konfigurationseinstellungen mal befasst hat. Oruxmaps besitzt leider keine Möglichkeit für automatisches Routen, falls dies während einer Fahrt nötig wäre. Verwendet man dynamische Kartenausrichtung in Fahrtrichtung o.dgl., so kippen die Beschriftungen in der Karte leider mit der Karte mit, was ich sehr störend finde. Darüberhinaus ist der Oruxmaps 3D-Anzeigemodus soweit ich bisher gesehen habe nicht wirklich brauchbar gemacht verglichen mit dem „Automodus“ des Garmin Oregon, bei welchem den Track sehr gut sichtbar perspektivisch vor einem ausgelegt wird. Diese Darstellungsweise hat sich bei mir sehr bewährt, vermeidet Navigationsfehler und ist beim Fahren insgesamt sehr angenehm.
    Gespannt bin ich nun auf die angekündigte upmove Android App, die einen ähnlichen Funktionsumfang wie Oruxmaps verspricht, also insbes. auch mit Offline-Karten funktioniert. Autorouting ist leider auch in dieser App nicht integriert.
    Die supereinfach bedienbare Kombination von GPS-Tracking und bei Bedarf adhoc Routing ohne Wechsel zwischen irgendwelchen Applikationen ist eine der von mir vielbenutzten großen Stärken des Garmin-Konzeptes, die ich beim Smartphone bisher sehr vermisse.
  • GPS-Navigation mit automatischem Routing: für diesen Zweck gibt es zahlreiche Applikationen. Getestet habe ich Sygic Aura, welches soweit funktioniert hat, als App kostenlos ist, und dessen Tomtom Karten relativ preisgünstig sind. Es hat aber keinen Fahrradmodus. Man muss also nach Bedarf zwischen KFZ-Modus und Fussgaengermodus wechseln.
    Von der Bedienbarkeit her gefällt mir Appello Wisepilot ganz ausgezeichnet, jedoch braucht dieses Programm meinem Verständnis nach regelmäßig eine Datenverbindung, ist also mindestens im Ausland nicht verwendbar, trotz des speziellen Auslandsmodus zur Reduzierung der Datenmenge. Darüberhinaus fallen offenbar gewisse Abokosten an, jedoch habe ich mich darüber nicht mehr weiter informiert. Als Online-Navi-Applikation sicherlich sehr gut, zumindest was Bedienung und Geschwindigkeit angeht.
    Ein sehr guter Tip war das preisgünstige NavDroyd, welches mit direkt aus der Applikation downloadbaren Openstreetmap Karten arbeitet. Das Programm macht auf Anhieb einen schnellen, dabei gut bedienbaren und sehr funktionalen Eindruck, so dass ich in der nächsten Zeit erstmal damit testen werde, bevor ich teurere Programme bzw. Karten anschaffe.
    Nicht genauer getestet habe ich bisher Google Maps mit dem Kachel-Download. Mir ist der vorherige Download der kleinen Kartenkacheln für größere Touren (Urlaub) zu mühsam. Man kann zwar angeblich mit einer im heimischen WLAN vorbereiteten automatisch berechneten Route aufbrechen und die Strecke dann ohne weiteren Datenverkehr abfahren, aber das ist mir persönlich zu wenig flexibel und zu unsicher. Es stellt sich allein schon die Frage, was im Falle einer Betriebsunterbrechung passiert. Dann sind vermutlich Route samt gecachter Daten weg. Aber wie gesagt, dies habe ich nicht genauer getestet.
    Mir wäre nicht aufgefallen, daß eine dieser Applikationen nebenbei auch noch ANT+ Sensoren auslesen könnte, so daß man ohnehin in jedem Fall mindestes eine weitere Applikation nebenläufig betreiben müßte. Die vollintegrierte GPS Lösung a la Garmin mit allen Tracking- sowie (Auto-)Routing-Funktionen in einer Applikation bzw. Oberfläche und mit konsistenter Bedienbarkeit gibt es anscheinend nicht, und das macht es mühsamer als ich erwartet habe. Das Wechseln zwischen den Applikationen ist langwierig und man hat bei jeder App eine völlig andere Bedienung. Man benötigt unnötig viele Bedienschritte, um bei jedem Wechsel wieder in den gewünschten Modus der jeweiligen Applikation zu gelangen, falls diese nicht im Hintergrund unbehelligt weiterlief. Der Wechsel zwischen den Applikationen könnte u.U. Unterbrechungen in der Trackaufzeichnung verursachen. Man muss sich bei vielen Bedienschritten relativ genau überlegen was man tut, und wie man es tut.
  • Genug gelästert. Perfekt funktioniert hat die mobile Musikbox mittels des MP3 Players und des klangstarken X-Mini II Aktivlautsprechers. Letzteren müßte man gar nicht zwingend mitnehmen, denn das Xperia Aktiv verfügt trotz der Wasserfestigkeit über einen umwerfend guten und fülligen Klang allein schon durch den eingebauten Minilautsprecher. Das ist bemerkenswert. Der X-Mini Speaker sorgt aber erstens für mehr Bass im Klang, zweitens für eine bessere Akkureichweite am Telefon.
    Es sei auch die Kamera erwähnt, welche viele Einstellmöglichkeiten bietet und bei entsprechend korrekter Fokus- und Motiv-Einstellung einwandfreie Fotos für den Hausgebrauch (sprich: für meinen Urlaubs- und Tourenbedarf) liefert. Fotoapparat kann in meinem Fall somit zu Hause bleiben.

Erstes Fazit: ich würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen nennenswerten Betrag zahlen für eine Applikation, die die Nutzung von GPS Tracks im GPX Format sowie Autorouting in ein- und demselben Kartenmaterial unterstützt und einfach verfügbar und bedienbar hält, so wie Garmin das kann. Nebenbei sollten die vorhandenen ANT+ Sensorwerte einbezogen werden und anzeigbar sein. Diese Applikation suche ich noch. Derzeit ist man mit den heute von mir ausprobierten Apps unter meinen oben genannten Anforderungen deutlich von der einfachen und integrierten Funktionalität eines Garmin Oregon entfernt. Aber klar, das Garmin ist andererseits kein Smartphone.

Wer mit dem Lesen bis hier durchgehalten hat und mir durch entsprechende Hinweise auf Applikationen und Tricks sowie Bedienfehler meinerseits weiterhelfen kann, ist herzlich willkommen dies zu tun. Ich freue mich auf euren Input.

Wasserdichtes Smartphone mit GPS, Kompass und Barometer

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Aug 142011
 
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Sony Ericsson hat ein sehr hübsches wetterfestes Outdoor-Smartphone angekündigt, welches lt. diesem Artikel im 3. Quartal 2011 erhältlich sein soll, auch mit weißem Cover. Das Gerät bietet die Displaygröße des HTC Wildfire S, welches für mich den idealen Formfaktor bei Smartphones repräsentiert. Dabei ist es etwas kleiner, dafür dicker. Es hat Android 2.3 und eine sehr akzeptable Ausstattung, sowie ein ansprechendes Design. Darüberhinaus verfügt es über einige beim sportlichen Einsatz relevanten Funktionen wie ANT+ Empfänger und entsprechende Softwareausstattung.

Sony Ericsson Xperia Active

Sony Ericsson Xperia Active Mini-Smartphone

Update: Das Handy ist seit längerem am Markt verfügbar. Eine Fahrradhalterung für das Xperia Active wird es hoffentlich bald geben. Die Firma Brodit bietet eine genau für das Gerät passende Halteschalte an, welche man alternativ in Betracht ziehen könnte.

Es gibt zum Xperia Active einen interessanten Thread mit vielen Hinweisen im MTB-News.de Forum.

In diesem Thread bei Pocketnavigation.de habe ich wertvolle Tipps zur Verfügbarkeit von Offline-Kartenmaterial für die Trackingapplikation OruxMaps erhalten. Damit sind meine diesbezüglichen Erfordernisse bereits abgehakt.

Ciclosport Blue Eye III Digital Brustgurt mit ANT+

Ciclosport Blue Eye III Digital Brustgurt mit ANT+

Ein preisgünstiger ANT+ Brustgurt zur Pulsmessung wäre der Ciclosport Blue Eye III, den man zum Zeitpunkt dieses Artikels ab etwa EUR 35.- beispielsweise beim H&S Bikediscount kaufen konnte. Dieser Gurt ist übrigens auch mit Garmin Geräten kompatibel. Mein Oregon 400t beispielsweise empfängt die Signale dieses Gurtes. (Update Mai 2013: Ich verwende den BlueEye III Gurt seit langem problemlos. Leider ist er bei obiger Quelle nicht mehr verfügbar. Ich weiß nicht, wo man ihn aktuell kaufen kann)

Update II: Unter dem Namen Takwak kommt ein neuer Hersteller aus München mit sehr interessanten Outdoor Android Phones auf den Markt.

Update III: dieses externe Youtube-Video führt ein paar krasse Zerstörungstests am SE Xperia Active vor. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das Gerät derartige Tests unversehrt übersteht, aber falls das Video kein Fake ist, kann man dieses Telefon wohl als quasi-unzerstörbar bezeichnen.

Update VI: Das Sony Xperia Go ist der Nachfolger des Xperia Active. Allerdings hat sich – abgesehen vom internen Speicher – in Bezug auf die Leistungsdaten nicht viel geändert. Es sieht vor allem nur anders aus, ist bei unveränderter Displayauflösung etwas größer und hat unpraktischerweise den Klinkenanschluß nicht an der Unterseite, sondern linksseitig, also weniger regengeschützt und evtl. sperrig im Betrieb mit Fahrradhalterung.