Die WR250R ist verkauft

Vor drei Tagen, kurz nach der Rückkehr aus unserem Familienurlaub in Caorle wurde mein Wohnort Simbach katastrophal überflutet. Es gab Tote, und zahlreiche Menschen haben alles verloren. Es gab für sie keine Chance, etwas zu retten. Dieses Ereignis dominiert unser Leben im Moment, auch wenn unser Haushalt weitgehend verschont blieb.
Dennoch nehme ich mir die Zeit für ein kleines sentimentales Posting.

Mit obigem Bild verabschiede ich die Yamaha WR250R aus der Garage. Kein Motorrad habe ich auch nur annähernd so lange behalten, wie dieses Schweizer Messer der Motorradbaukunst. Ich bin davon überzeugt: Die Yamaha WR250R ist eines der besten Motorräder, das man als Normalkunde kaufen kann. Es ist ein Motorrad mit ausgezeichneter Fertigungsqualität und hochwertigen Komponenten. An den massgeblichen Stellen findest du bei der WR250R keine Billigteile. Während der siebenjährigen Besitzdauer war das Fahrzeug vollkommen problemfrei. Ich muß davon ausgehen, ein Fahrzeug in dieser Qualität und Universalität nicht mehr besitzen zu können. Langfristig wird stattdessen vielleicht eine Elektroenduro oder ein Fahrzeug im Stile einer Montesa 4Ride als Ersatz kommen.

So einiges, was ich eigentlich mit dieser Enduro und Supermoto vor hatte, konnte ich aus persönlichen und zeitlichen Gründen niemals umsetzen. Zu wissen, daß es mit diesen Träumen nun endet, tut weh. Es gibt billigere kleine Allroundenduros, aber ich habe bisher keine gefunden, die alles in allem der WR250R auch nur nahe kommen würde.

Es gibt ein Ersatzprojekt, welches ich in der nächsten Zeit vielleicht angehen möchte. Es wird in gewisser Weise ein Rückstieg auf meinen eigenen aktiven Anfang mit Motorrädern sein. Jeder träumt von seinem Erstmotorrad, und so auch ich. Mit einer Aprilia RS125 hatte ich 1998 angefangen, und an diese Zeit muß ich immer wieder denken. Die Aprilia hatte im offenen Zustand gemessene 30PS am Hinterrad und sorgte dafür, daß ich von diesem Hobby nicht mehr loskam. Ich plane die Anschaffung einer Yamaha YZF R3, die ich im Lauf der kommenden Jahre dezent veredeln würde.