Fitnessbike

Der Abschied vom Elektrofahrradprojekt beginnt. Noch ist nicht das letzte Wort gesprochen, aber es gibt keinerlei verlässliche Lieferzusage. August ist meine Deadline. Die Idee war, tageweise bei möglichst gutem Wetter per motorunterstütztem 45km/h Fahrrad, konkret ein „Fitnessbike“, also Rennrad mit Flatbar zu pendeln. Dabei wollte ich interessehalber mit dem E-Antrieb und Akku Erfahrungen sammeln und überhaupt endlich in das Thema Elektromobilität einsteigen. So einfach ist es aber leider nicht, und mir drängt sich das Gefühl auf, daß man zwar einen ungeheuren Boom hat, die Hersteller aber irgendwie noch nicht so weit sind, daß man so ein Fahrrad, also eine Wunschversion und nicht nur was gerade am Lager ist einfach innerhalb kurzer Zeit normal kaufen könnte, oder es gar vor dem Kauf noch ansehen könnte. Mir kommt zudem vor, die gesetzlichen Regelungen wären gerade bei den schnellen 45km/h Rädern verworren und unnötig kompliziert. Vielleicht muß man wirklich noch 2 Jahre warten und hoffen, daß sich bis dahin bessere pragmatischere Lösungen finden und man dann solche Fahrräder ohne monatelanges unterminiertes Warten kaufen kann. Oder anders: „Es nervt“.

Bei meiner Suche nach Alternativen bin ich nebenbei zufällig über ein sehr hübsches Carbon-Fitnessbike gestolpert, das Giant Fastroad Comax. Auch mit sowas könnte man längere Strecken pendeln, aber in meinem Fall wäre damit nur eine Richtung machbar, die andere dann per Bahn. Dieses Rad, also Rahmendesign, Konstruktion, Lenkerergonomie gefällt mir so gut, daß ich es mir als Nachfolger des früheren Cinelli Xperience Rennrads in die Garage stellen würde. Irgendwann.

Aber bei der Pendlerthematik drängt sich mein bisher fast nur freizeitmäßig genutzter Tern Verge X10 Baukasten auf, denn dieses Faltrad fährt kostenlos im Zug mit. Da gibt es doch noch den selten genutzten Serien-Leichtradsatz. Das Rad wiegt damit ca 10kg und ist für ein Faltrad ziemlich schnell und effizient. Gesagt getan, Umbau auf Leichtradsatz, die neuen eigentlich fürs Elektrorad angeschafften Lookpedale drangeschraubt und los zu einer kleinen Testrunde. Fährt. Es ist nicht ganz so schnell wie ein Rennrad, aber man kommt bei sportlich komfortabler Sitzposition gut voran. Ich überlege nun, das Tern gelegentlich zum Langstreckenpendeln für eine Richtung zu verwenden. Etwas vorbereitendes Training wird nötig sein.

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