Honda CRF250 Rallye

Eine weitere Überraschung von Honda, mit der ich so nicht gerechnet hätte: Spezl Markus hat mir netterweise heute dieses Foto zukommen lassen, welches tagesfrisch beim Salzburger Honda Händler entstand. Die seit längerem bereits angekündigte kleine CRF250 Rallye basierend auf der CRF250L steht tatsächlich bei den Händlern. Erstens hätte ich nicht gedacht, daß Honda dieses Motorrad überhaupt bei uns hier verkauft, zweitens stelle ich auch bei diesem Modell erstaunt fest, daß das Serienfahrzeug dem ursprünglich vorgestellten hübschen rallyeartigen Konzeptfahrzeug stark ähnelt. Klasse. Ich hatte ja ursprünglich darauf getippt, daß es sich nur um eine getarnte Designstudie für die neue Afrika Twin handelte. Von wegen: Dieses Design hätte ich mir bei der AT auch gewünscht.
Nach dem tollen X-ADV folgt somit der nächste Treffer von Honda: Ein robustes kleines hübsch gestyltes offroadfähiges Reisemotorrad für Leute, denen die Qualität des Weges und des Reisens mehr wert ist als die PS im Motor, und die vielleicht – wie auch ich – gelegentlich von Rallyes träumen. Bemerkenswert sind auch die wertigen Details: Aluschwinge mit ordentlicher Achsjustage, sowie Upside Down Gabel. Laut offizieller Spezifikation hat man allerdings auch nur 10l Tankinhalt, also keinen großen „Rallyetank“. Der sparsame Motor dürfte das Manko teilweise wettmachen, und der Kaufpreis ist auch sehr fair. Im Vergleich zum stark aktualisierten Schwestermodell CRF250L hat man hier den rahmenfesten Frontaufbau, der die saubere Montage diverser Geräte erlaubt, ohne daß deshalb der Lenker schwerfällig wird, und der zudem etwas Wetterschutz bietet, sowie die Optik eines „Wüstenmotorrades“, also eines für meinen Geschmack echten Adventuremotorrades, um das Wort mal wieder zu bemühen.
Vermutlich werden sich die Stückzahlen bei uns in Grenzen halten, aber für mich ist das eine große Bereicherung des Angebots am Markt. Dieses Motorrad könnte ich mir gut in der eigenen Garage vorstellen, wenn ich nicht gerade eine WR250R verkauft hätte. In jedem Fall würde ich sie vielen sogenannten „Reiseenduros“ mit Handkuß vorziehen. Die Autobahn sei ihnen überlassen.