Honda MSX 125

Kleine witzige Motorräder haben mir schon immer gefallen. Honda bringt mit der MSX 125 („Grom“ in den USA u.a.) ein weiteres Fahrzeug dieser Sorte, und es ist keine Überraschung, dass mir das Ding auf Anhieb gefällt. Und dank meines Motorradhändlers konnte ich die MSX bereits probefahren.

Das Fahrzeug ist zwar etwas größer als die alte Honda Monkey, bleibt aber immer noch genau den notwendigen Tick zu klein, um nicht in die unlustige Riege der ernsten richtigen Motorräder reingenommen zu werden: also perfekt. Dabei sitzt man auf dem Teil hervorragend. Das Fahrverhalten ist trotz der kleinen Räder und Bauform unproblematisch und man kommt sofort klar.
Der 10PS Motor wirkt kräftig und im Rahmen der Möglichkeiten des kleinen Hubraums sogar schön bullig. Er ist sehr angenehm zu fahren. Die vier Gänge erscheinen allerdings wenig. Zwischen 60 und 80km/h beginnt man, nach dem fünften Gang zu suchen.
Mir gefällt, daß Honda jeden Retro-Aufguß vermeidet und stattdessen ein modern gestyltes Fahrzeug mit modernen Details anbietet: reine Digitalanzeige, neuartiger Scheinwerfer, hübsche Hinterradabdeckung, insgesamt ein modernes technisches Design. Es werden keine veralteten Designklischees (Rundscheinwerfer, Autoarmaturen, Chrom-Utensilien, …) bemüht. Das macht die Kiste umso sympathischer. Ich würde sie definitiv kaufen.

Soweit ich heute bei meinem Händler unterrichtet wurde, gelten für die MSX 4000km Serviceintervalle mit Ventilspielkontrolle bei jedem Termin. Allerdings liegen die veranschlagten Arbeitszeiten weit unter denen meines vormaligen PCX 125 Rollers, bei dem die Servicekosten im kilometerintensiven Gebrauch für meinen Geschmack zu hoch waren.
Lt. Vorankündigungen ist das Fahrzeug sehr sparsam im Spritverbrauch. Die Motorabstimmung ist jedenfalls perfekt gelungen.