MT125

Endlich ist es so weit: die lange bestellte und wegen der aktuellen Pandemie-Situation ungewiss verspätete 2020er Yamaha MT125 konnte abgeholt werden. Demnächst wird damit auch gefahren (siehe unten). Für heute müssen Fotos dieser hübschen und modernen 125er reichen. Auf Anhieb überzeugend ist hier die aktuelle KTM-ähnliche Fahr-Ergonomie. Das ist endlich keine althergebrachte Yamaha mit langem Tank und Heck mehr, sondern das geht ein bisschen in Richtung „Funbike“. Und genau das wollten wir auch. Farbwahl überzeugt ebenfalls. Die Blaue konnten wir als einzige nicht vorab besichtigen, und jetzt sind wir sicher: Icon Blue war zu Recht die Farbe unserer Wahl. Ein Volltreffer.
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Ersteindruck

Für mich gab es heute die erste Sitzprobe auf dem Fahrzeug. Auf der kleinen und subjektiv sehr leichten MT125 sitzt man deutlich höher als auf der MT-07, und das hat mich überrascht. In Kombination mit der Sitzposition „direkt am Lenker“ bist du – auch wenn Sitz und Tank dies visuell nicht nahelegen – gefühlt ein wenig in Richtung Endurohaltung unterwegs. Also wie oben bereits angedeutet, die kleine MT125 ist viel näher an den kleinen Dukes (125, 390) als an den größeren MT Geschwistern. Die Spannung auf die erste Fahrt erhöht sich weiter. Leichtgewicht und Sitzergonomie sind zwei schwerwiegende Punkte, mit denen die kleine MT auf Anhieb sticht. Das will so fahren, aktiv und gierig. Verglichen damit sitzt man auf der MT-07 selbst bei maximal nach vorn gerutschter Sitzposition eher oldstylemässig eben auf einem typischen Naked Bike. Klar ist die MT-07 kein schweres Motorrad, aber unmittelbar verglichen mit der MT125 ist sie es. Lust an der Leichtigkeit kommt da nur bei der 125er auf. Ein Glück, daß die MT-07 dennoch ein relativ graziles und in keinster Weise plumpes Motorrad ist. Das tröstet dann doch ein wenig.
Mir geraten jetzt wieder ganz stark die Duke 390 Leihfahrten ins Bewusstsein, denn die kleine KTM ist nicht erheblich schwerer als die MT125, und die Fahr-Ergonomie ist sehr ähnlich[tm].
Naja, vielleicht muß doch nochmal eine aktuelle 390er in die Garage. Der stets geniale und druckvolle, dabei unaufdringlich leise und sparsame CP2 Motor der MT-07 sagt zwar ein klares Nein zu dieser Idee, genau wie die zweifelsfreie Zuverlässigkeit und Problemlosigkeit des Fahrzeugs, aber Leichtgewicht, Fahrposition, sowie Fahraktivität sind halt Argumente, die man auch nicht schnell vom Tisch wischt.
Hinzu kommt, dass mein altvertrauter langjähriger Yamaha/KTM-Händler neuerdings nurmehr KTM führen kann, aus für Endkunden völlig unverständlichen Konzern-Gründen, über die man in Motorradforen gelegentlich mal nachlesen kann. Das nervt mich, und dann muß man halt auch sagen: wenn die nicht wollen, dann kann es schon passieren, daß man die Marke zurückwechselt auf „ganz früher“, so gern ich meine aktuellen Yamahas auch fahre.

Erstfahrt(en) und Spritverbrauch

Mit 0 Kilometern wird man das Fahrzeug erstmal ca 200km sanft einfahren, danach dann progressiv wechselhaft alle Fahrsituationen. Die Erstfahrten fanden mit Passagier statt, genauer dem künftigen Fahrer der kleinen MT hinten drauf, da die Führerschein-Fahrstunden dank der Pandemie ebenfalls 2 Monate im Rückstand sind.
Erfahrungsgemäß hat man am Neumotorrad erstmal einen etwas höheren Spritverbrauch, selbst wenn man sanft fährt. Zudem erhöht das Fahren mit Sozius den Verbrauch deutlich. Und die Yamaha Durchschnittsverbrauchsanzeige zeigt zumindest bei meinen bisherigen Yamahas etwas zu viel an. Nach der allerersten hügeligen Runde zu zweit zeigte sie uns bei der neuen MT125 jedenfalls 2,1l/100km an. Das wird bei leichtgewichtiger Alleinfahrt nach der Einfahrphase wahrscheinlich noch weniger, und das ist somit ein richtig vielversprechender Wert. Inzwischen – nach mehr als 200km Soziusfahrt mit der kleinen MT – würde ich behaupten, daß die neue Yamaha das sparsamste KFZ ist welches wir jemals in der Garage hatten. Obwohl die MT mit ihren 15PS zu den starken 125ern zählt, konkurriert sie verbrauchsseitig mit unserem früheren 80kg leichten Honda Zoomer 4Takt 4Ventiler 50ccm Einspritzer-Roller um den Spritspar-Spitzenplatz. Unsere beiden ehemaligen 125er Spar-Roller Honda PCX 125 und Yamaha NMAX 125 liegen verbrauchsseitig weit drüber, genau wie der Honda Vision 50 4Takt Roller. Etwas genauer kann man es erst sagen, sobald das zweite Mal vollgetankt wird. Sicher ist aber bereits: die MT125 wird nicht extrem oft an Tankstellen stehen. Man kommt ewig weit mit einer Tankfüllung.

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