Tomtom Rider 400 an Yamaha WR250R

Der Kauf des Rider 400 hat sich rentiert, weil das Kurvenrouting wirklich interessante Streckenvorschläge bzw. Abschnitte bringt. Häufig gerät man erfreut auf nicht asfaltierte Straßen, was man selbst vermittels der Schotterstraßenvermeidung im Navi zumindest in unserer Gegend nicht verhindern kann. Mir ist das egal, aber eines ist klar: Dieses Navi muß auch an die WR250R, selbst wenn es für die zierliche Enduro eigentlich zu groß ist. Die Aufgabe besteht darin, das Gerät möglichst zentral und unexponiert zu montieren. Man will ja keinen Turm am Lenker errichten. Außerdem darf es weder beim Lenken, noch beim Stehend-Fahren stören. Da die Halterung des Rider 400 relativ klobig und groß ausfällt, ist das gar nicht so einfach.
Ich habe im Erstversuch eine nach hinten unten gedrehte RAM Kugel am Lenker per Schelle montiert, wo die Navihalterung am 6cm RAM Arm dann Platz nach oben hat, ohne dass das Navi extrem weit nach oben oder hinten ragt. Im zweiten Bild erkennt man, wie riesig Halterung und Navi an diesem Motorrad ausfallen. Das muß man dort erstmal einigermassen brauchbar unterbringen.

Tomtom Rider 400 an Yamaha WR250R
Tomtom Rider 400 an Yamaha WR250R

Das Stromkabel wird wie bei meiner WR üblich per genau passendem Stecker am serienmäßigen Standlichtanschluß angeschlossen (Kabelbaummodifikationen mache ich schon lange keine mehr, die Elektrik meiner Motorräder bleibt unangetastet). Von diesem Steckertyp hatte ich damals für den freien Cockpitanschluß der XT660Z viele Exemplare gekauft, um sie beim Raduno Nazionale di Tenere Club Italia zu verschenken. Wegen heftigen Dauerregens und Gewitter war ich dann nicht an den damaligen großartigen Veranstaltungsort gefahren und habe später festgestellt, daß der Stecker auch an den Standlichtanschluß der kleinen WR passt. So wurde dann auch Garmin Oregon und Trailtech Voyager MotoGPS an der WR versorgt. Und genau ein Exemplar davon habe ich nun noch gefunden. Perfekt für den Rider.

Zum vorigen Blogartikel noch ein Wort: heute habe ich Preisschilder auf die WR geklebt und bin dann eine kurze und sehr motivierte Runde damit gefahren, von der ich mit neuem Mut zurückgekehrt bin. Es sieht wohl so aus, als knicke ich auch diesmal ein und werde die Wunsch-R3 bis auf weiteres verschieben.
Die WR funktioniert auch nach 7 Jahren und 40.000km noch absolut perfekt. Man hat ein in Japan gebautes Motorrad mit einstellbaren hochwertigen Fahrwerkskomponenten, einem extrem robusten leichten Alu-Hauptrahmen mit angeschraubten Heck- und Unterstreben und einer voluminösen Aluschwinge mit ordentlichen Kettenspannern. Das sticht in den wesentlichen Kategorien gegenüber der in Indonesien gefertigten erheblich einfacher konstruierten Stahl-R3. Klar reizt mich der kleine Zweizylindermotor, aber in Bezug auf Wertigkeit und Qualität gibt es keine weiteren Fragen. Bedenkt man, daß die Stahlkomponenten am Rahmen der WR in 7 Jahren sichtbar korrodiert sind, so muß man um jedes nicht aus Stahl gefertigte Teil froh sein. Hätte die WR eine Stahlschwinge und einen Hauptrahmen aus Stahl, so sähe sie bei weitem nicht mehr so frisch aus, wie es derzeit noch der Fall ist.

In Kürze wird ein sehr hübscher weißer NMAX 125 in der Garage Einzug halten und baldmöglichst den Vision 50 Roller ersetzen, welcher meiner Frau und mir beim besten Willen einfach zu lahm ist, so praktisch er auch ist. Ich freue mich als Fan moderner leichter Motorroller a la PCX riesig auf den NMAX und denke, das ist vorerst genug Veränderung in der Garage.