Urlaubs-Heimfahrt – Kettensatzwechsel

Mit unserer 2016er MT-07 konnte ich dieses Jahr die Urlaubs-Rückfahrt aus Italien machen. Es war ein Traum, und in Anbetracht der grossartigen Fahrt habe ich so gut wie keine Fotos mitgebracht. Der Sog war zu stark, da bleibt man nicht freiwillig stehen. Die Streckenplanung folgt. Es waren nach Start um etwa 05:15h früh etwa 540km, fast alles Traumstraßen, vieles davon einspurig oder eineinhalbspurig, und diesmal auch mehrere für mich neue Streckenabschnitte mit höchstem Genußfaktor.

Routenplanung Italien
Routenplanung Italien

Die absolute Traumsektion schlechthin war wieder mal Il Balcone del Friuli, von Pinzano al Tagliamento über Vito d’Asio, die Via Freata und die Via Battaias. Wahnsinn, unglaublich, diese Gegend ist immer wieder ein Erlebnis zu fahren. Durch Verzegnis zur Sella Chianzutan musste ich eine 300m lange Schafherde durchqueren, die die Straße hinaufgetrieben wurde. Die Schäfer (sowie die Schafe und Hunde) liessen mich sehr freundlich passieren, die Tiere teils widerwillig. Aber es war ja nicht eilig. Andernfalls wäre ich da wohl sehr lange hinterhergerollt mit kochendem Motor. Auf der Strecke lag auch der Lanzenpass, der inzwischen wirklich ziemlich anspruchsvoll geworden ist aufgrund mehrerer Straßenabrutschungen. Ich hatte diesen Pass mehrere Jahre nicht mehr befahren und wusste insofern keine Details. Für Straßenmotorräder ist er also trotz der wunderbaren Strecke nicht mehr zu empfehlen, und vermutlich darf man ihn ohnehin nicht mehr befahren. Ein Auto war oben, aber wie die Leute durch die obere Steilkehre im Fels nach Pontebba runter gekommen sind, ist mir ein Rätsel. Da ist echte Abrutschgefahr, denn die Strasse ist da zerrissen.

Lanzenpass - Cason di Lanza
Lanzenpass – Cason di Lanza

In der Hütte oben hatten wir 2012 bei einer früheren Tour mal wunderbar genächtigt. Früher war da immer Betrieb, aber wie es momentan aussieht, ist schwer zu sagen. Ich bin nicht eingekehrt. Das Artikelbild suggeriert, daß schon offen gewesen wäre.

Es folgte der Passo Pramollo (Naßfeldpass). Die Nockalmstraße habe ich ausgelassen, stattdessen wurde der Millstättersee umrundet bis Gmünd, um dann ins Bundschuhtal via Schönfeld weiterzufahren. Obertauern dient traditionell als Verbindungsetappe, danach Lammertal und die grossartige Weitenaustraße.

Danke an die coolen Autofahrer, das soll mal erwähnt werden. Mindestens drei Mal wurde ich freundlich vorgelassen! Ungewohnt! Ja, ich merke das, und ich garantiere allen, daß ich dann nicht nur nett winke, sondern mich stets (und schon seit langem) ebenso verhalte, wenn dies erforderlich ist, und zwar allen Verkehrsteilnehmern gegenüber, egal welcher Fahrzeugtyp.

Kettensatzwechsel

Die Serienkette der 2016er MT-07 hatte bereits etwas schwergängige Glieder, was mich zum Kettenkitwechsel bei ca 17800km bewog. Länger wollte ich es nicht mehr hinauszögern. Eine goldene DID ZVM-X 525 mit Nietschloß (wäre m.W. bei der MT unnötig, Endloskette ist hier leicht machbar) tut nun zusammen mit einem geräuschgedämpften JT Ritzel und einem Esjot Kettenblatt den Dienst. An meiner 2017er MT mit derzeit ca 16500km wird es ebenfalls bald so weit sein, denn ich bilde mir bereits ein geschwindigkeitsabhängiges leichtes „Wummern“ ein, welches auf unterschiedliche Kettenlängung zurückzuführen sein dürfte und ein Indikator für starken Kettenverschleiß der eher niedrigwertigen Serienkette ist.

Kettenwechsel Yamaha MT-07
Kettenwechsel Yamaha MT-07
Kettenvernietung DID 525, Yamaha MT-07
Kettenvernietung DID 525, Yamaha MT-07

Tour-Erkenntnisse

Fast nurmehr als Pendler auf unseren Kleinstraßen unterwegs konnte ich endlich wieder massiv und konzentriert erleben, wie schön das Fahren speziell mit einem Motorrad wie der MT-07 sein kann: leise, leicht, flink, ausdauernd, problemlos, niemals nervig. Ich hätte mir zwar meine eigene MT mit dem flacheren breiteren Lenker gewünscht, aber auch so war es Klasse. Unsere Konfiguration mit dem Hyperpro-Streetbox Budget Fahrwerks-Upgrade sowie den günstigen Pilot Power 2CT Reifen funktioniert perfekt für solche Touren. Zahllose GS und eine riesige Ducati Truppe waren unterwegs, aber offengesagt, nichts hätte mich zu einem Wechsel bewegen können. Es ist genau mein Ding.

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