Nov 132016
 
Stepper Logo

Bei wenig über 0 Grad wurde heute seit längerem mal wieder eine kurze Runde gefahren. Habe während der Fahrt über Buch, den Braunsberg, Taubenbach und Eggstetten gefroren. Eine gute Stunde hielt ich durch, dann siegte die Kälte. Schön wars auf jeden Fall dennoch.

Runde mit Streetstepper RS20

Runde mit Streetstepper RS20

Mein 2014er Streetstepper RS20 funktionierte zuverlässig wie gewohnt. Seit Kilometerstand 4000, also schon geraume Zeit habe ich ein Knarzen aus dem Antrieb, das alle paar Minuten für einige Zeit zu hören war und synchron zum Tretrhythmus des rechten Pedals ist. Bisher konnte ich das Geräusch keiner bestimmten Antriebskomponente zuordnen, und es liess sich auch durch Abschmieren nicht lösen. Heute habe ich wohl zufällig die Lösung gefunden. Der Aufhängungsbolzen der Primärkette rechts oben hinten am Rahmen besitzt im Gegensatz zur linken Seite einige dünne Distanzscheiben, die möglicherweise ich selbst dort angebracht habe, um die Kettenflucht zu optimieren. Leider habe ich keine genaue Erinnerung mehr daran. Das Geräusch könnte mit diesen Distanzscheiben zu tun haben. Das heutige Abschmieren dieses Bereichs liess das Geräusch während der gesamten Fahrt stumm bleiben. Ich werde die Distanzscheiben wohl entfernen.

Streetstepper RS20 Kettenaufhängung

Streetstepper RS20 Kettenaufhängung

Nov 122016
 
Garagenlogo

Auf der EICMA 2016 wurde von Yamaha ein Prototyp einer Enduro mit dem genialen MT-07 Motor vorgestellt. Fotos und Information gibt es vielfach im Web, bei Yamaha selbst oder beispielsweise bei rideapart.com oder 1000ps. Ich traue Yamaha (im Gegensatz zu anderen Herstellern) zu, daß es eine Serienversion geben wird, die mit diesem Prototyp Ähnlichkeit haben wird.
Der MT-07 Motor ist für meinen Geschmack ein Traum, einfach perfekt. In einem hochwertigen und schönen Endurofahrwerk stellt das für mich einen unwiderstehlichen Reiz dar. Wenn sowas kommt, und das ist nicht ganz unrealistisch, dann muß ich nochmal eine unerwartete Kurve kriegen, um mir dieses Motorrad kaufen zu können. Billig wird sowas nicht werden, also gegenüber der normalen MT-07 wird man da schon erheblich drauflegen müssen.
Honda hat mit der neuen Africa Twin für meinen Geschmack einen Tourer mit Offroadeignung gebaut. Technisch ist diese Bigenduro sehr interessant, aber mir ist die neue AT wiedermal zu konservativ gestaltet, zudem zu schwer: Honda eben. Auch preislich übersteigt das meine Möglichkeiten, ohne daß ich damit sagen will, daß die Technik den Preis nicht wert wäre.
Vielleicht gelingt Yamaha mit der T7 die ultimative Tourenenduro. Leicht, ausreichend stark, ein super Motor mit guter Fahrbarkeit und gutem Ansprechverhalten, schmal, optisch attraktiv und sportlich gestaltet. Die MT-07 hat real 182kg. Die T7 wird vielleicht Aluminium verbaut haben, wo die MT ausschliesslich Stahl verwendet, zudem vielleicht nur eine Bremsscheibe vorne. Das könnte hinkommen mit leicht. Und: die 660er Tenere lag vollgetankt bei über 200kg! Eine 180kg T7 wäre quasi ein Hammer, und möglicherweise würde Yamaha damit gewaltig aufmischen. Ich freue mich sehr drauf und hoffe, daß man bei Yamaha keine Kompromisse in Richtung der üblichen bleischweren und überfrachteten Bigenduros im eigenwilligen aber marktkonformen Schnabeldesign machen wird, sondern eine moderne Tenere bauen wird.

[X] dabei.

Nov 122016
 
R3 Logo

Mit dem nunmehr dritten Satz an Formen wurde letzte Woche endlich mein zweiter Satz R3 Fußrastenplatten aus CFK fertiggestellt, der zwar noch weit von „perfekt“ entfernt, aber für mich akzeptabel ist. Verglichen mit den Erstversuchen habe ich eine dem Original besser entsprechende Ausformung, weniger Lunker und linksseitig deutlich weniger Gewicht dank weniger Harz. Das Finish ist zudem etwas verbessert. Verglichen mit den Original-Stahlplatten komme ich auf ein Zehntel des Gewichts bei ausreichender Stabilität der Platten. Der Arbeitsaufwand war aufgrund der langen Härtungszeiten und der Lernphasen sehr hoch. Ein paar Tricks habe ich inzwischen gelernt. Über den Winter möchte ich mir den schweren Alphatechnik Kennzeichenhalter teilweise in CFK nachbauen.

Selbstlaminierte CFK Fussrastenplatte für Yamaha YZF-R3

Selbstlaminierte CFK Fussrastenplatte für Yamaha YZF-R3

Selbstlaminierte CFK Fussrastenplatte für Yamaha YZF-R3

Selbstlaminierte CFK Fussrastenplatte für Yamaha YZF-R3

Nov 012016
 
Big Dummy Logo

Da ist mal wieder das 2008er Surly Bug Dummy Longtail, welches dieses Blog damals begründete. Das Rad ist zuverlässig wie eh und je. Allerdings wird es nicht mehr als Touren- oder Reiserad, sondern nurmehr für innerstädtische Kurzfahrten, Einkäufe, Erledigungen oder Kindertransporte verwendet.

Surly Big Dummy, Inn-Au Simbach

­Surly Big Dummy, Inn-Au Simbach

Nov 012016
 
R3 Logo

Im vorigen Artikel beschreibe ich mein allererstes selbstgemachtes Carbonteil, die linke R3 Fußrastenplatte. Die Anfertigung war als Übung gedacht. Das resultierende Teil ist verwendbar, aber ich möchte es schöner und leichter hinkriegen. Zwischenzeitlich wurde auch die rechtsseitige Rastenplatte mit einem etwas optimierten Verfahren laminiert. Es ist noch lange nicht gut, aber es ist auf jeden Fall besser geworden.

Das Endergebnis

R3 Carbon-Rastenplatte rechts

R3 Carbon-Rastenplatte rechts

Laminiervorgang

Laminieren der Carbon-Rastenplatte

Laminieren der Carbon-Rastenplatte

Aushärten des Harz bei niedriger Temperatur

Aushärten des Harz bei niedriger Temperatur

Änderungen im Herstellungsverfahren

Eigenbau-Carbonteil: 208g --> 19g

Eigenbau-Carbonteil: 208g –> 19g


Für dieses Teil habe ich erheblich weniger Harz verwendet. Das Gewebe schwimmt in der Gipsform nicht im Harz, sondern es wurde genau die benötigte Menge Harz verwendet. Man muß permanent darauf achten, daß das Gewebe beim Aushärten exakt in der Form liegt, denn es gibt kein überflüssiges Harz, welches Formungenauigkeiten ausgleicht. Als das Harz fast ausgehärtet war, habe ich an der Aussenseite nochmals eine dünne Schicht Harz aufgepinselt, um die Oberfläche ebener und gleichmäßiger zu kriegen. Nach erneutem Aushärten wurde mit 800er Schleifpapier gearbeitet und klarlackiert.
Das Ergebnis fühlt sich ganz anders an als bei Teil 1: eher wie ein Joghurtbecher, nur viel stabiler. Man merkt sofort, daß das Teil extrem leicht ist. Dieses zweite Eigenbauteil fühlt sich nun genau so an, wie man ein leichtes Carbonteil erwarten würde. Man merkt auch viel deutlicher, wie die zusätzlichen Gewebelagen die Stabilität erhöhen, also wo und in welche Richtung man optimalerweise weitere Lagen legen sollte. Unschön ist noch die visuell ungleichmäßige Gewebeverlegung, die man in den typischen Streifen des Köper-Gewebes sieht. Das ist aufgrund des sehr weichen und leichten Gewebes schwierig hinzukriegen. Da gibts noch viel zu lernen.

Formenbau-Update

Inzwischen ist es mir gelungen, nahezu lunkerfreie und exakt formtreue Gipsformen anzufertigen. Wenngleich die beiden bisherigen Versuchsteile am Fahrzeug ihren Zweck erfüllen und zusammen etwa 350g Gewicht einsparen, werde ich im Winter nochmal drangehen und das ganze in schön zu bauen versuchen. Weitere denkbare Carbonteile an der R3 sind der sehr schwere Gummiklotz in der Soziussitzabdeckung, sowie Teile des ebenfalls sehr schweren Alphatechnik Kennzeichenhalters. Beides ist erheblich komplizierter zu laminieren als die beiden quasi flachen Rastenplatten.