Jul 262016
 
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Spätestens mit dem Verkauf der NC700X, aber auch schon seit dem Verkauf der WR250R musste die Frage neu gestellt werden, wie man das allfällige Zeug für die üblichen Fahrten am Motorrad unterbringt. Die Honda NC700X löste das Problem mittels ihres genialen Kofferraums vor dem Fahrer. Die WR250R war als Enduro erstens sehr rucksackfreundlich, denn selbst sehr große Rucksäcke konnten dank der Endurositzbank problemlos befördert werden. Zweitens hatte ich dafür den hervorragenden Giant Loop Coyote Softbag, der ausreichend Platz für Wochengepäck bietet, ohne daß er beim enduromäßigen Fahren nennenswert störte.

Was ich nicht will

Harte Formkisten, Koffer- und Kistenträger und solchen Kram schliesse ich aus. Das Zeug ist schwer, häßlich und unförmig. Ein Softbagsystem sollte für meine Belange ausreichen, ist praktischer und zudem leichter. Als Radfahrer ist man ohnehin minimalistisch eingestellt, was das Reisegepäck angeht. Ebenfalls schließe ich für mich Tankrucksäcke aus. Ich mag vor mir freie Bahn haben und lege Wert auf Bewegungsfreiheit am Fahrzeug.

Der Giant Loop Coyote?

Von der Vorstellung, den eigentlich sehr praktischen Giant Loop Coyote an der Yamaha R3 montieren zu können, musste ich mich allerdings nach sehr kurzer Anprobe verabschieden. Der Coyote passt wirklich nur an schmale Enduros, und dort passt er super. Alles andere jedoch ist sinnlos. Das Teil ist zu stark vorgeformt, um es breiter verlegen zu können, zudem kann es hinten nicht eingehakt werden und würde den Lack beschädigen. Der teure und hochwertige Coyote liegt somit bis auf weiteres im Schrank. Schade eigentlich. Es gibt von Giant Loop wohl passende Gepäcklösungen für andere Fahrzeugtypen, aber momentan ist mir das finanziell zu hoch gegriffen.

Größere Rucksäcke

Die Yamaha R3 hat einen stark erhöhten Rücksitz, oder besser ausgedrückt: eine tiefe Sitzmulde. Will man die Rücksitzabdeckung nicht beschädigen, so darf man keinen großen schweren Rucksack auf den Rücken nehmen, der dann am Sozius aufliegt und dort scheuert. Man braucht also einen relativ hoch und straff sitzenden eng anliegenden Rucksack, der nach unten zu dünner wird. Solche Rucksäcke gibt es, sowohl in weich als auch in vorgeformt. Hier bin ich derzeit am evaluieren, was mir am meisten zusagt. Bevorzugen würde ich einen Rucksack, der den Rückenprotektor integriert hat. Das spart wieder viel Gefuddel bei den Klamotten.

Die Firma Louis bietet einen derartigen Rucksack mit ca 20l Volumen bezahlbar an, der im Normalzustand unten sehr dünn ist, aber ggfs. erweitert werden kann, sofern man mal mehr Platz braucht. Leider konnte ich dieses Teil beim heutigen Besuch nicht in Augenschein nehmen, weil nicht lagernd.
Zum doppelten Preis gibt es einen sehr ähnlich geformten etwas aufwendiger gemachten Rucksack mit harter Schale im Carbon Look, der allerdings etwas organizer- bzw. businessmäßig ausgestattet ist. Das wäre nicht mein Haupt-Einsatzzweck. Das Büro bleibt bei Touren daheim.

Die teuren schwedischen Boblbee Hardcases kommen mir in Bezug auf die Formgebung fragwürdig vor, weil sie unten den unnötigen Fortsatz nach hinten haben, der bei mir an den Soziussitz stoßen würde.

Von Givi gibt es mit dem EA104 ein brauchbar aussehendes gut anliegendes Exemplar, das ich mir ansehen möchte.

Büse bietet einen großen weichen wasserdichten 30l Rucksack an, der vermutlich gut für die MT-07, weniger für die R3 geeignet wäre, wenn man etwas längere Touren machen will. Erfreulicherweise gibt es das Teil in weiß, was nicht nur viel schöner ist, sondern auch beim Suchen im Rucksack insbesondere bei Dunkelheit absolut hilfreich ist.

Etwas teurer ist der Camelbak Kudu 18, der mit integriertem Rückenprotektor kommt und ein Fach für die Camelbak Trinkblase bietet. Bei langen Tagesfahrten in Italien ist das hilfreich. Eine solche Trinkblase besitze ich ohnehin. Mit 15l ist das Packvolumen allerdings begrenzt.

Warum man Taschen oft nun in schwarz kriegt, ist mir ein Rätsel. Das Herumwühlen in schwarzen Säcken und Taschen ist mühsam.

Kleine Taschen

Für die kurze Fahrt bzw. Tagestour reicht oft eine kleine Tasche aus. Im Idealfall wird man Papiere, Schlüssel, Geld, Handy, ggfs Verbandspaket transportieren. Hier findet mal wohl am einfachsten was passendes, und auch ich wurde heute beim Louis fündig. Sehr praktisch (und bei Kollege abgeschaut) ist ein Monorucksack:

Motorradrucksack diagonal

Motorradrucksack diagonal


Dieser Vanucci Rucksack hat einen zusätzlichen Halteriemen, der ein Verrutschen oder Flattern verhindert. Der Rucksack hat Platz für die oben genannten Kleinigkeiten, ist sehr robust, schnell zugänglich und angenehm zu tragen. Zudem stört er beim Sitzen auf dem Fahrzeug nicht. Ideale Lösung für eine Schönwetterausfahrt. Und sowas gibt es auch in größer.

Eine weitere gebräuchliche Variante ist die Hüfttasche:

Ê

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Diese Variante ist wasserdicht und dank Rolldeckel recht vollstopftauglich. Da bringt man schon was rein. Inwieweit sich das praktische Teil auf der R3 verwenden lässt, ist zu klären.

Eine empfehlenswerte Hüfttasche wäre auch die Givi EA108.

Allen solchen Taschen gemein ist die Anforderung nach einem reissfesten Verschluß und Riemensystem. Würde sich dieses lösen oder die Schnalle brechen, wie es bei billigen Täschchen doch gern mal vorkommt, dann wären alle Wertsachen futsch, und das vermutlich für immer. Und beim Motorradfahren hat man meistens andere Aufgaben, als ständig reflexhaft nach der Tasche oder dem Rucksack zu tasten.

Soft-Case für den Beifahrersitz

Wahrscheinlich wird man für längere Fahrten insbesondere für die MT-07 eine „Hecktasche“ brauchen, die es in den verschiedensten Größen und auch mit seitlichen Auswüchsen zur Montage auf dem Beifahrersitz gibt. Idealweise wäre so ein System leicht abnehmbar und zu transportieren, wenn man ins Hotel geht. Mit solchen „großen“ Gepäcklösungen werden wir uns längerfristig befassen und etwas für uns passendes anschaffen. Ich bin zuversichtlich, daß wir selbst für Urlaubsfahrten auf Seitenkoffer und Topcase weiterhin problemlos verzichten können, auch wenn das großartige NC700X Gepäckfach nicht mehr zur Verfügung steht, welches mir kurze Italientouren ohne externen Pack-Krempel ermöglichte, und zwar inklusive Regenklamotten darin.

Jul 242016
 
Fatbike Logo

Der kleine Wildpark in Halmstein war die Einkehr bei der heutigen Rottal-Total.de Mountainbike Runde, die in Kößlarn startete und endete. Seit langem konnte ich mich endlich mal wieder einklinken und mehr als die Hälfte der Tour mitfahren, bevor ich dann nach Hause abzweigen musste. Es war der erste Einsatz des Canyon Dude bei den Wildbikern. Unter der wie immer superangenehmen Führung von Mr.Rottal-Total Reiner Weyrauter fuhren wir diesmal zu sechst eine wunderschöne, schattige und hügelige Runde durch unser Hinterland. Eine kleine Auswahl an Fotos möge für sich sprechen.

Die Kößlarner Wildsau

Die Kößlarner Wildsau

Schotterweg

Schotterweg

Waldpfad

Waldpfad

Mr.Rottal-Total

Mr.Rottal-Total

Riding the Dude

Riding the Dude


Hohes Gras

€Hohes Gras

The Dude bei einer Rast

The Dude bei einer Rast

Schellenbergblick

Schellenbergblick

Riding the Dude

Riding the Dude

Jul 192016
 
Garagenlogo

Coming soon

Für „manche“[tm] ist es ein Einsteigermotorrad, für andere – wie mich – das stärkste Motorrad, das man jemals besessen hat. Im Moment bin ich einfach nur gespannt. Und morgen hole ich mein aktuelles „Standmodell“, die R3 vom Ölpumpenrückruf aus der Werkstatt. Dieses Jahr geht es rund in der Garage.

Yamaha MT-07

Yamaha MT-07

Yamaha MT-07 race blue

Yamaha MT-07 race blue

Jul 192016
 
NC700X Logo

2016 wird die Garage total umgekrempelt. Völlig ungeplant wurde heute meine knapp 4 Jahre alte Honda NC700X verkauft, wenige Wochen nachdem die 7 Jahre alte Yamaha WR250R weggegeben wurde. Es gibt eine Geschichte dazu, die ich später erzählen werde. Für die saucoole, lässig zu fahrende und niemals lahme NC, ein wirklich gutes Motorrad, kommt Ersatz. Auch dazu später. Meine NC war dank der Airbrush Lackierung einzigartig. Ich trenne mich von einem Fahrzeug, welches ich so nie wieder haben können werde. Nochmals mein Dank an STM-Design für die phantastische Grafikarbeit. Das Gute an der Sache: die neuen Besitzer sind supernette Leute, bei denen ein solcher Verkauf leicht fällt. Ich wünsche ihnen so viel Spaß mit der NC, wie ich es hatte. Zudem hoffe ich, daß die sprichwörtliche Dauerhaltbarkeit meiner NC zutrifft. Der Motor wäre angeblich auf 300.000km ausgelegt, liest man immer wieder.

Honda NC700X DCT

Honda NC700X DCT

Jul 012016
 

Rückruf

Das wichtigste zuerst: Vor wenigen Tagen hat Yamaha einen Rückruf bei der R3 sowie MT-03 gestartet. Die frühzeitige Information kam dankenswerterweise aus dem R3-Forum. Klickt bitte den Forenlink an für alle Details dazu! Man braucht keinen Login zum Lesen des Artikels. Bis zum Lagertausch werde ich vorsichtshalber keine großen Fahrten mehr machen.

Bordnetzsteckdose


Endlich wurde dieser etwas heikle Punkt abgehakt. Eine Steckdose musste möglichst unauffällig so untergebracht werden, daß man die Tomtom Rider 400 Halterung mit entsprechendem Stecker (siehe Anbau am NMAX Roller) an der R3 verwenden kann. Eine gut geeignete Stelle fand sich, allerdings war diese mit dem Bohrer schwer zugänglich, und auch für die Kabelverlegung und das Kontern der Steckdose von unten waren Spezialfinger erforderlich. Solche Finger scheine ich zu haben, die Sache funzt. Die verwendete 15 Eur Saito Steckdose hatte ein hinreichend langes Kabel (ca 1m ist notwendig). Zudem ist diese Steckdose nicht sehr groß. Man hat nur sehr begrenzt Platz, da unter der Plastikblende ein anderes Plastik in den engen Raum dort hineinragt. Wo man die 18mm Bohrung appliziert, muß man sich gut überlegen. Ich hatte mich damit vorbereitend mehrmals ausgiebig auseinandergesetzt, um keine Fehlbohrung in die nagelneue R3 zu setzen.
Das zusätzliche Gewicht von Leitung, Steckdose und Navi hoffe ich durch das Entfernen der ohnehin quasi wirkungslosen Lenkergewichte zu kompensieren. Die Lenkerenden wurden mit einfachen und leichten Schraubstopfen verschlossen.

Entfernen unnötiger Teile

Mit ein Grund für die Auswahl dieses bezahlbaren „Kleinstraßenrenners“ war die Möglichkeit, preisgünstige nichtzerstörende Modifikationen vorzunehmen, die etwas Gewicht einsparen ohne Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit zu vermindern. Mit den offensichtlichsten Massnahmen habe ich begonnen.
Die bisherige Liste der entfernten Teile lautet:

  • Lenkergewichte: ich merke offengesagt kaum einen Unterschied. Die feinen Vibrationen der hochdrehenden R3 sind ohnehin unvermeidlich. Es wurden leichte Plastikstopfen mit Schraubklemmung in den Stummelenden angebracht.
  • Beifahrersitz: ersetzt durch Yamaha Originalzubehör Sitzbankabdeckung. Diese hat nicht die lästigen Helmhaken und ist deutlich leichter als der Sitz. Das Teil lohnt sich.
  • Beifahrerfussrasten: Wenn kein Sitz vorhanden ist, kann man auch die Fussrasten abschrauben, da sie keine tragende Funktion am Rahmen haben. Auf der rechten Seite benötigt man ersatzweise eine Haltestrebe für den Auspuff.
  • Nummernschildhalter: Austausch des langen Taferlhalters gegen ein kleineres Teil. Die Gewichtsersparnis ist allerdings nicht berauschend.

Einige Dinge sind langfristig noch geplant. Voraussichtlich werde ich den leichteren Carbon Schalldämpfer von Akrapovic montieren, der keine Leistung kostet, nicht lauter als der Serienschalldämpfer, dafür 1kg leichter ist. Darüberhinaus möchte ich irgendwann eine Gilles Tooling Fussrastenanlage, ebensolche Lenkerstummel und bei Verfügbarkeit in den nächsten Jahren vielleicht sogar einen Leichtradsatz sowie ein Öhlins Federbein nachrüsten. Das alles kostet etwas Geld und ist somit sehr langfristig zu realisieren. Dennoch ist es erfreulich, daß für die R3 ein brauchbarer Zubehörmarkt existiert. Für die schwere NC700X gibt es i.W. nur unnötige Schwerbau-Stahlteile wie Sturzbügel, Koffer usw..

Verwiegung

Am darauffolgenden Tag wurde das Fahrzeug in bester Garagen-Pfusch-Manier mit der Badezimmerwaage verwogen, also jeweils Vorderrad und Hinterrad. Ich erhielt 77kg vorne, 79kg hinten. Dabei habe ich die minimale Schieflage des Fahrzeugs (etwa 3cm Waagenhöhe) nicht korrigiert, dafür die Werte minimal aufgerundet. Im Tank fehlten ziemlich genau 8l Benzin auf den 100% vollgetankten Zustand. Rechnet man mit 750g pro Liter Benzin und addiert die resultierenden 6kg auf das ermittelte Gesamtgewicht von 156kg, dann ergeben sich erstaunliche 162kg fahrbereites vollgetanktes Gewicht. Verbandspaket und Bordnetzdose inbegriffen. Dem steht die Werksangabe von 169kg gegenüber. 7kg Gewichtsersparnis durch die paar kleinen Umbauten sind auszuschliessen. Zum Vergleich: Im Magazin „Motorradfahrer“ vom Juli 2016 wurde eine serienmäßige MT-03 mit 80kg vorne und 87kg hinten gewogen, was genau der Werksangabe entspricht. Mein Fehler wird wohl bei Waage oder Wiegemethode liegen, somit kann man es verwerfen. Sobald ich die Gelegenheit habe, möchte ich eine genauere Wägung versuchen.