Jul 192016
 
Garagenlogo

Coming soon

Für „manche“[tm] ist es ein Einsteigermotorrad, für andere – wie mich – das stärkste Motorrad, das man jemals besessen hat. Im Moment bin ich einfach nur gespannt. Und morgen hole ich mein aktuelles „Standmodell“, die R3 vom Ölpumpenrückruf aus der Werkstatt. Dieses Jahr geht es rund in der Garage.

Yamaha MT-07

Yamaha MT-07

Yamaha MT-07 race blue

Yamaha MT-07 race blue

Jul 192016
 
NC700X Logo

2016 wird die Garage total umgekrempelt. Völlig ungeplant wurde heute meine knapp 4 Jahre alte Honda NC700X verkauft, wenige Wochen nachdem die 7 Jahre alte Yamaha WR250R weggegeben wurde. Es gibt eine Geschichte dazu, die ich später erzählen werde. Für die saucoole, lässig zu fahrende und niemals lahme NC, ein wirklich gutes Motorrad, kommt Ersatz. Auch dazu später. Meine NC war dank der Airbrush Lackierung einzigartig. Ich trenne mich von einem Fahrzeug, welches ich so nie wieder haben können werde. Nochmals mein Dank an STM-Design für die phantastische Grafikarbeit. Das Gute an der Sache: die neuen Besitzer sind supernette Leute, bei denen ein solcher Verkauf leicht fällt. Ich wünsche ihnen so viel Spaß mit der NC, wie ich es hatte. Zudem hoffe ich, daß die sprichwörtliche Dauerhaltbarkeit meiner NC zutrifft. Der Motor wäre angeblich auf 300.000km ausgelegt, liest man immer wieder.

Honda NC700X DCT

Honda NC700X DCT

Jul 012016
 

Rückruf

Das wichtigste zuerst: Vor wenigen Tagen hat Yamaha einen Rückruf bei der R3 sowie MT-03 gestartet. Die frühzeitige Information kam dankenswerterweise aus dem R3-Forum. Klickt bitte den Forenlink an für alle Details dazu! Man braucht keinen Login zum Lesen des Artikels. Bis zum Lagertausch werde ich vorsichtshalber keine großen Fahrten mehr machen.

Bordnetzsteckdose


Endlich wurde dieser etwas heikle Punkt abgehakt. Eine Steckdose musste möglichst unauffällig so untergebracht werden, daß man die Tomtom Rider 400 Halterung mit entsprechendem Stecker (siehe Anbau am NMAX Roller) an der R3 verwenden kann. Eine gut geeignete Stelle fand sich, allerdings war diese mit dem Bohrer schwer zugänglich, und auch für die Kabelverlegung und das Kontern der Steckdose von unten waren Spezialfinger erforderlich. Solche Finger scheine ich zu haben, die Sache funzt. Die verwendete 15 Eur Saito Steckdose hatte ein hinreichend langes Kabel (ca 1m ist notwendig). Zudem ist diese Steckdose nicht sehr groß. Man hat nur sehr begrenzt Platz, da unter der Plastikblende ein anderes Plastik in den engen Raum dort hineinragt. Wo man die 18mm Bohrung appliziert, muß man sich gut überlegen. Ich hatte mich damit vorbereitend mehrmals ausgiebig auseinandergesetzt, um keine Fehlbohrung in die nagelneue R3 zu setzen.
Das zusätzliche Gewicht von Leitung, Steckdose und Navi hoffe ich durch das Entfernen der ohnehin quasi wirkungslosen Lenkergewichte zu kompensieren. Die Lenkerenden wurden mit einfachen und leichten Schraubstopfen verschlossen.

Entfernen unnötiger Teile

Mit ein Grund für die Auswahl dieses bezahlbaren „Kleinstraßenrenners“ war die Möglichkeit, preisgünstige nichtzerstörende Modifikationen vorzunehmen, die etwas Gewicht einsparen ohne Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit zu vermindern. Mit den offensichtlichsten Massnahmen habe ich begonnen.
Die bisherige Liste der entfernten Teile lautet:

  • Lenkergewichte: ich merke offengesagt kaum einen Unterschied. Die feinen Vibrationen der hochdrehenden R3 sind ohnehin unvermeidlich. Es wurden leichte Plastikstopfen mit Schraubklemmung in den Stummelenden angebracht.
  • Beifahrersitz: ersetzt durch Yamaha Originalzubehör Sitzbankabdeckung. Diese hat nicht die lästigen Helmhaken und ist deutlich leichter als der Sitz. Das Teil lohnt sich.
  • Beifahrerfussrasten: Wenn kein Sitz vorhanden ist, kann man auch die Fussrasten abschrauben, da sie keine tragende Funktion am Rahmen haben. Auf der rechten Seite benötigt man ersatzweise eine Haltestrebe für den Auspuff.
  • Nummernschildhalter: Austausch des langen Taferlhalters gegen ein kleineres Teil. Die Gewichtsersparnis ist allerdings nicht berauschend.

Einige Dinge sind langfristig noch geplant. Voraussichtlich werde ich den leichteren Carbon Schalldämpfer von Akrapovic montieren, der keine Leistung kostet, nicht lauter als der Serienschalldämpfer, dafür 1kg leichter ist. Darüberhinaus möchte ich irgendwann eine Gilles Tooling Fussrastenanlage, ebensolche Lenkerstummel und bei Verfügbarkeit in den nächsten Jahren vielleicht sogar einen Leichtradsatz sowie ein Öhlins Federbein nachrüsten. Das alles kostet etwas Geld und ist somit sehr langfristig zu realisieren. Dennoch ist es erfreulich, daß für die R3 ein brauchbarer Zubehörmarkt existiert. Für die schwere NC700X gibt es i.W. nur unnötige Schwerbau-Stahlteile wie Sturzbügel, Koffer usw..

Verwiegung

Am darauffolgenden Tag wurde das Fahrzeug in bester Garagen-Pfusch-Manier mit der Badezimmerwaage verwogen, also jeweils Vorderrad und Hinterrad. Ich erhielt 77kg vorne, 79kg hinten. Dabei habe ich die minimale Schieflage des Fahrzeugs (etwa 3cm Waagenhöhe) nicht korrigiert, dafür die Werte minimal aufgerundet. Im Tank fehlten ziemlich genau 8l Benzin auf den 100% vollgetankten Zustand. Rechnet man mit 750g pro Liter Benzin und addiert die resultierenden 6kg auf das ermittelte Gesamtgewicht von 156kg, dann ergeben sich erstaunliche 162kg fahrbereites vollgetanktes Gewicht. Verbandspaket und Bordnetzdose inbegriffen. Dem steht die Werksangabe von 169kg gegenüber. 7kg Gewichtsersparnis durch die paar kleinen Umbauten sind auszuschliessen. Zum Vergleich: Im Magazin „Motorradfahrer“ vom Juli 2016 wurde eine serienmäßige MT-03 mit 80kg vorne und 87kg hinten gewogen, was genau der Werksangabe entspricht. Mein Fehler wird wohl bei Waage oder Wiegemethode liegen, somit kann man es verwerfen. Sobald ich die Gelegenheit habe, möchte ich eine genauere Wägung versuchen.

Jun 182016
 

R3 Gepäckfach, Kamera, Schuhe

Maibaum

Maibaum

Ein Tag mit Traumwetter ist bei uns im Moment eine Seltenheit. Der heutige Tag begann mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel. Am frühen Nachmittag fand ich die Zeit zu einer Kleinstraßenfahrt ins Salzburger Land, wo ich im dortigen Louis Shop einen Restposten bestellt/organisiert hatte: den Daytona AC4-WD Halbstiefel in blau. Man hatte eines der letzten Exemplare dieser Farbe aus einer anderen Filiale geholt. Bei der Abholung staunte ich dann nicht schlecht, denn der Schuh war mit EUR 99.- ausgezeichnet. Gerechnet hatte ich mit EUR 159.-. Davon wurde dann noch ein 20 Eur Rabatt abgezogen, so daß ich den Schuh quasi zum halben Preis kaufen konnte. Das nenne ich Glück, und deshalb ist es mir eine Erwähnung wert.
Daytona AC4-WD Schuh in blau

Daytona AC4-WD Schuh in blau


Mit der R3 habe ich heute gute Freundschaft geschlossen bei erstmals vorsichtig-ambitionierterer Fahrweise. Bekanntschaft gemacht habe ich dabei auch mit gewissen Getriebeungenauigkeiten, die ich von der WR250R schon kannte: gelegentlich findet man einen ungewollten Leerlauf zwischen höheren Gangstufen. Das ist dann u.U. nicht schön anzuhören, wenn nach kurzer Zeit ein benachbarter Gang greift. Mit Honda wär das nicht passiert. Aber sei es wie es sei, es ist wohl nicht ungewöhnlich.
Der Motor hat obenraus genug Druck, um Spaß zu machen. Mir gefällt dabei die jederzeit kontrollierbare und doch stark anspornende Leistungscharakteristik. Die vormals bemängelte etwas aufdringliche Geräuschkulisse bleibt bei hoher Drehzahl sozusagen zum Ausgleich relativ moderat. Die R3 wird nicht laut. Das entschädigt für das übertrieben bassig dröhnende Auspuffgeräusch bei niedriger Drehzahl. Sowas nennt man wohl Sounddesign.
Das Fahrwerk macht mir bei normaler Fahrweise keine Sorgen. Hier gab es sehr unterschiedliche Aussagen in den Medien. Haut man die R3 allerdings forciert durch Schikanen, dann merkt man schon, daß es hinten irgendwie ein bisserl weich und indifferent wirkt, die fahrdynamische Präzision dieses leichten Straßensportmotorrades also leidet. Als schwerer Fahrer muss ich das abkönnen, oder aber irgendwann einmal in ein gutes Federbein investieren. Ein dringlicher Bedarf hierfür besteht allerdings nicht. Ich staune wirklich immer noch, wie gut die serienmäßige 2015er R3 von Anfang an funktioniert.

Ablagefach

Jetzt aber noch ein evtl. hilfreicher Tip. In Österreich hat man ein Verbandspackerl mitzuführen, und auch in Italien gibts ein paar Zwangsgepäckstücke, die man am besten irgendwo fix am Moped unterbringt um sie dann aus dem Kopf zu haben. Die R3 hat ein geeignetes Fach dafür, wenn man nicht davor zurückschreckt, die sogenannten Helmhaken unten am Beifahrersitz abzusägen. Im Bild sind die verbleibenden Stutzen rot eingekreist. Diese unnötigen Stahlbügel ragen in das Fach unterm Sitz hinein und machen es somit für kleine Gepäckstücke unbrauchbar. Entfernt man dann noch die Plastikeinlage in diesem Fach, so passt ein kleines Verbandspaket und weitere Kleinigkeiten hinein. Es ist darauf zu achten, daß der Regler noch ausreichend belüftet ist. Keinesfalls hier alles vollstopfen, sonst risikiert man schweren Elektrikschaden! Der Regler wird heiß und wird hauptsächlich von unten her gekühlt. Man sieht die Kühlrippen über dem Hinterrad. Aber auch oben muß eine Belüftung sichergestellt sein.

Minigepäckfach Yamaha R3

Minigepäckfach Yamaha R3

Actioncam

Actioncam Tankposition Yamaha R3

Actioncam Tankposition Yamaha R3

Abschließend wurde eine Montagemöglichkeit für die Sony HDR-AS15 Action Kamera ermittelt. Diese kann mit einem quer angebrachten gerundeten Klebepad am Tank hinter dem Füllstutzen auf dem Kugelkopfscharnier montiert werden und zeigt dann einen idealen Ausschnitt mit Lenker, Scheibe und Tankvorderteil. Die Kamera ist gerade noch hinter der Scheibe geschützt. Der Fahrer darf sich nicht zu stark nach vorne neigen, dann reicht der Platz aus.

Jun 172016
 

Yamaha YZF-R3

Yamaha YZF-R3


Nach 12 Jahren wieder auf einem reinen Straßen(sport)motorrad – lassen wir den Sport dabei mal aussen vor -, das hat was. Der allererste Fahreindruck bei der YZF-R3 war: „die funzt“. Keine weiteren Fragen. Alles geht sehr leicht und alles tut genau was es soll und wie man es erwartet. Bei diesem Eindruck blieb es während der ruhigen Abholfahrt. Danach wurde erstmal geschraubt.

Alphatechnik Kennzeichenhalter

Yamaha R3 Kennzeichenhalter Alphatechnik

Yamaha R3 Kennzeichenhalter Alphatechnik

Der hintere Ausleger schützt zwar Fahrer und Fahrzeug vor rückwärtiger Verdreckung, aber ist erfahrungsgemäß schwer und verlängert das Fahrzeug optisch unangenehm. Alphatechnik bietet einen kurzen legal anschraubbaren Kennzeichenhalter an, der mit den Originalblinkern verwendet werden kann. Ich mag keine Miniblinker, denn sie sehen eigentlich immer poplig und unpassend aus. Billige Exemplare sind oft nicht gut zu sehen.

Die Verwendung der Originalblinker erspart Änderungen am Kabelbaum. Für die Nummernschildbeleuchtung gilt das leider nicht. Am Telefon hatte man mir die Auskunft gegeben, daß man nur umstecken müsste. Das war falsch. Die Nummernschildbeleuchtung soll laut Anleitung „beigelötet“ oder wasserdicht abgezweigt werden. Es sind einfach offene Kabelenden. Ich ändere nichts am Serienkabelbaum. Jetzt zeigte sich der Vorteil eines seit 1998 betriebenen Motorradhobbys: Der Garagenfundus brachte ein exakt passendes Anschlußkabel zutage, welches in den Fahrzeugkabelbaum eingesteckt werden konnte und zur Nummernschildbeleuchtung hin zwei 2,8mm Standard-Kabelschuhe besaß. Für euch zur Information: den zur Serien-Nummernschildbeleuchtung passenden Gegenstecker gibt es auch bei Louis im Japan-Steckersortiment! Ich würde deshalb am Serienkabelbaum nichts löten, auftrennen, abisolieren.

Der Nummernschildträger ist schnell montiert. Am längsten dauern wohl die Ummontage der Serienblinker. Nummernschildschrauben definitiv sichern! Kontern, Schraubensicherung oder Sicherungsringe verwenden, sonst vibrieren sie sich in kürzester Zeit auf!

Ich habe die Teile nicht gegeneinander gewogen, aber der Alphatechnik Taferlträger ist alles andere als leicht. Während der Bruudt Kennzeichenträger bei der NC700X erheblich leichter als das dortige Serien-Auslegerheck (Honda-Schwerbau!) gebaut ist, zieht das Leichtbau-Argument bei der R3 nicht.
Wissen sollte man auch, daß ein solcher kurzer Kennzeichenträger Fahrer und Heck nicht gegen Dreckspritzer vom Hinterrad schützt. Nach Regenfahrten schaut man aus wie eine Wildsau. Es bedeutet stark erhöhten Reinigungaufwand. Das darf einen nicht stören, sonst lieber den Ausleger mit Spritzschutzplastik belassen!

Vergleiche mit WR250R und Duke 390

Sieben Jahre lang bin ich mit einer Yamaha WR250R, meist als Supermoto herumgefahren. Zudem konnte ich kürzlich 130km Kleinstraßen mit einer Duke 390 fahren. Vergleiche drängen sich förmlich auf, aber alles was hier gesagt wird ist rein subjektiv, laienhaft und nicht verallgemeinerbar. Ihr müsst bei Interesse schon selber testen. Für mich sind die Duke und die R3 neu (gewesen). Langzeiterfahrungen liegen nicht vor. Die WR250R hingegen kenne ich recht gut.

  • Die Duke ist leichter und fährt rabiater und bissiger, ist also deutlich anders. Die WR250R ist leichter, der Motor liegt trotz Einzylinder näher an dem der R3.
  • Die R3 ist weniger radikal als die Duke, verführt nicht so extrem zum Heizen, kann insofern entspannter gefahren werden. Auch die WR ist entspannter und weniger giftig, leistungsmäßig allerdings auch deutlich hinterher.
  • Bei der Duke fielen einige Ungereimtheiten auf wie beispielsweise anfängliches Flimmern der Anzeigen. Die R3 funktioniert (genau wie die WR) yamahatypisch ohne irgendwelche Macken. Duke und R3 sind „Plug&Play“: du steigst auf und fährst. Alles geht supereinfach. Die Duke würgt man vielleicht beim Erststart ab. Die R3 nicht.
  • Bei der Duke waren mir die relativ penetrant ploppernden Auspuffgeräusche und Obertöne sowie ein immer wieder auftretendes Singen aus dem Getriebe aufgefallen. Die R3 hat entfernt vergleichbare Phänomene. Der Auspuffklang ist erstaunlicherweise etwas bassiger aber für mich persönlich auch eine Nuance zu aufdringlich. Gelegentlich gibt es Obertöne, und das Getriebe singt ab dem dritten Gang, was lt. Foren normal ist. Diesbezüglich hatte ich große Unterschiede erwartet, aber da sind sie fast ein wenig ähnlich. Hier war die WR250R anders (besser?): kein penetranter Oberton im Motorklang, keinerlei Getriebegeräusche, keine mechanischen Nebengeräusche.
  • Die Duke ist ein kleiner giftiger Einzylinder, die R3 ein Zweizylinder, und die WR „irgendwas zwischendrin“. In diesem Punkt endet die Vergleichbarkeit. Zur Motorcharakteristik der R3 steht unten noch was.
  • Die R3 hat wie schon die good old WR250R eine Yamaha-typische Abstimmungsschwäche: der Warmstart gelingt nicht immer auf Anhieb, braucht manchmal einen Gasstoss. Das liest man auch in Foren. Bei der Duke (oder beispielsweise generell bei Honda) gabs das hingegen nicht. Das ist so und war immer so, hilft nichts.
  • Und ganz offensichtlich: die Duke ist absolut minimal gehalten, der Fahrer hat vor sich eine Lenkstange und die freie Natur, sonst nichts. Die Yamaha hat vorne eine lange und breite Verkleidung, an die ich mich gewohnen werde. Bietet aber ggfs. Wind- und Wetterschutz, wenn man sich duckt. Die Yamaha wirkt etwas solider (nicht edler!) gemacht, die Duke hat die „sportlicheren“ Details wie eine USD Gabel und einen anständigen Kettenspannmechanismus, verfällt dann aber teils in billige Teillösungen wie das eigenartige Plastikcockpit.
  • Die Sitzposition bei der Duke ist luftiger und etwas aufrechter, aber auch die R3 lässt einen entspannt sitzen, mit vielleicht etwas spitzerem Kniewinkel. Ich könnte mir bei der R3 ohne weiteres Gilles Lenkerstummel vorstellen, die etwas tiefer liegen. Beim Straßefahren mag ich eine nach vorne geneigte bzw. geduckte Sitzposition. Die WR250R war diesbezüglich 100% Enduro und Supermoto, also eigene Liga.

R3 Motor

Hohe Drehzahlen habe ich mir noch nicht bzw. nur extrem kurz erlaubt, aber eines ist bereits deutlich: die Sache geht ziemlich linear ab. Es erinnert entfernt an kleinere Vierzylinder, die in jedem Drehzahlbereich Schub bieten, aber nirgends irgendwelche Überraschungen. Die R3 erlaubt Überholen im 6.Gang! Überhaupt ist man recht schnell im sechsten Gang. Das hat mich tatsächlich überrascht. Der Motor wirkt elastisch und es gibt keine eklatanten Leistungslöcher. Bei vielleicht so 7000rpm geht es dann schon ein bisschen voran, ohne daß es irgendwo sprunghaft wirken würde. Obenraus scheint mir bisher kein weiterer Katapulteffekt auf, aber irgendwann müssen die 31kW dann wohl mal anliegen. Es ist sehr linear angelegt. Was du in erster Linie spürst, ist Kontrollierbarkeit und Berechenbarkeit. Ich hätte mir dabei etwas weniger Spritverbrauch gewünscht. Unter 4l/100km wird wohl nicht drin sein. Aber schaun wir, wie es sich nach dem Einfahren entwickelt.
Auch wenn ich den Motor hier entfernt mit kleinen 4Zylindern vergleiche: klanglich gilt das glücklicherweise nicht. Das ekelhaft neurotische Geknurre eines Vierzylinders bleibt mir erspart. Der Auspuff kommt bei niedrigen Drehzahlen erstaunlich bassig und irgendwie fast ein wenig laut rüber. Müsste jetzt für mich nicht sein. Es klingt penetranter als die NC700X und auch die frühere WR250R.
Gut finde ich die Schalldämpferkonstruktion: der Katalysator liegt irgendwo im Krümmer, nicht im Endschalldämpfer. Man hat einen elegant versteckten Vorschalldämpfer im Kiel, dafür hintenraus nur einen kleinen Stummel-Endschalldämpfer. Das gibt ggfs. Optionen, ohne illegal oder laut werden zu müssen. Aber ich schätze mal, hier werde ich nichts umbauen. Die Gewichtsersparnis wäre zu gering, und die Serienkonstruktion ist angenehm kurz gehalten.

Spritverbrauch

4,1l/100km zeigt der Bordcomputer bei moderater Fahrweise. An die NC700X mit ihren durchschnittlich etwa 3,8l/100km werde ich nicht hinkommen. Folgendes Icon ist anklickbar, um in die Spritmonitor-Auswertung zu gelangen.
Spritmonitor.de

Navi

An der Lenkerstummelfixierschraube lässt sich eine RAM Kugel anbringen. So kommt man einfach und problemlos an eine Navi-Montageposition. Stromversorgung/Schaltplus ist noch nicht klar.

Tomtom Rider400 an Yamaha R3

Tomtom Rider400 an Yamaha R3

Navi an Yamaha R3

Navi an Yamaha R3