CFK-Rastenplatten R3, Teil 2

Im vorigen Artikel beschreibe ich mein allererstes selbstgemachtes Carbonteil, die linke R3 Fußrastenplatte. Die Anfertigung war als Übung gedacht. Das resultierende Teil ist verwendbar, aber ich möchte es schöner und leichter hinkriegen. Zwischenzeitlich wurde auch die rechtsseitige Rastenplatte mit einem etwas optimierten Verfahren laminiert. Es ist noch lange nicht gut, aber es ist auf jeden Fall besser geworden.

Laminiervorgang

Laminieren der Carbon-Rastenplatte
Laminieren der Carbon-Rastenplatte
Aushärten des Harz bei niedriger Temperatur
Aushärten des Harz bei niedriger Temperatur

Änderungen im Herstellungsverfahren

Eigenbau-Carbonteil: 208g --> 19g
Eigenbau-Carbonteil: 208g –> 19g

Für dieses Teil habe ich erheblich weniger Harz verwendet. Das Gewebe schwimmt in der Gipsform nicht im Harz, sondern es wurde genau die benötigte Menge Harz verwendet. Man muß permanent darauf achten, daß das Gewebe beim Aushärten exakt in der Form liegt, denn es gibt kein überflüssiges Harz, welches Formungenauigkeiten ausgleicht. Als das Harz fast ausgehärtet war, habe ich an der Aussenseite nochmals eine dünne Schicht Harz aufgepinselt, um die Oberfläche ebener und gleichmäßiger zu kriegen. Nach erneutem Aushärten wurde mit 800er Schleifpapier gearbeitet und klarlackiert.
Das Ergebnis fühlt sich ganz anders an als bei Teil 1: eher wie ein Joghurtbecher, nur viel stabiler. Man merkt sofort, daß das Teil extrem leicht ist. Dieses zweite Eigenbauteil fühlt sich nun genau so an, wie man ein leichtes Carbonteil erwarten würde. Man merkt auch viel deutlicher, wie die zusätzlichen Gewebelagen die Stabilität erhöhen, also wo und in welche Richtung man optimalerweise weitere Lagen legen sollte. Unschön ist noch die visuell ungleichmäßige Gewebeverlegung, die man in den typischen Streifen des Köper-Gewebes sieht. Das ist aufgrund des sehr weichen und leichten Gewebes schwierig hinzukriegen. Da gibts noch viel zu lernen.

Formenbau-Update

Inzwischen ist es mir gelungen, nahezu lunkerfreie und exakt formtreue Gipsformen anzufertigen. Wenngleich die beiden bisherigen Versuchsteile am Fahrzeug ihren Zweck erfüllen und zusammen etwa 350g Gewicht einsparen, werde ich im Winter nochmal drangehen und das ganze in schön zu bauen versuchen. Weitere denkbare Carbonteile an der R3 sind der sehr schwere Gummiklotz in der Soziussitzabdeckung, sowie Teile des ebenfalls sehr schweren Alphatechnik Kennzeichenhalters. Beides ist erheblich komplizierter zu laminieren als die beiden quasi flachen Rastenplatten.