Friaulrunde mit Honda NC700X DCT und KTM Duke 125

Die letzte Friaulrunde ist lange her und wurde mit der WR250R gefahren. Die Honda NC700X war in Bezug auf Italientouring bisher unbetroffen. Das sollte sich vergangenes Wochenende ändern bei einer 2tägigen schotterfreien 1000km Runde zusammen mit einem sehr ausdauernden Kumpel und dessen KTM Duke 125, wobei auch die neue Actioncam HDR-AS15 erstmals zum Einsatz kam und sehr überzeugte.

Hier ist das Video zum ersten Tourtag, komprimiert auf 9 Minuten Full-HD Fahraufnahmen (Filegröße 1,5GB) aus Österreich und Italien aus der Gepäckfachperspektive. Geniesst es wenn möglich in HD!

Auch das Video für den zweiten Tourtag ist inzwischen fertig (und trotz teils kurzer Schnitte länger als erwartet) geworden: 2,3GB Filegröße, 13 Minuten Full-HD Fahraufnahmen auf italienischen Traumstraßen per Helm- und Gepäckfachkamera. Unbedingt in HD-Qualität streamen, sofern die Verbindung es erlaubt!

Ich hoffe, ihr habt beim Betrachten der Fahrvideos auch so viel Spaß wie ich. Die Anschaffung der Sony HDR-AS15 Kamera hat sich offensichtlich gelohnt. Die Aufnahmequalität ist für meine Begriffe wirklich toll, und der Flow des Fahrens sowie die Schönheit der Landschaften und Panoramen können diesen Videos entnommen werden.

Die Tour führte zunächst über den Glockner, den Stallersattel und den Kreuzbergpaß ins Zielgebiet, wo dann eine wunderbare weite Schleife über il Balcone del Friuli und dann zurück über den Cason di Lanza gefahren wurde.

Motorrad

Die Honda mit dem DCT zeigte sich als angenehm lässiges, praktisches und problemloses Tourenmotorrad, selbst bei sehr engen typischen Straßen im Friaul. Das gesamte (minimal gehaltene) Reisegepäck samt Regenüberzug fand im Gepäckfach Platz.

Der Spritverbrauch während der überwiegend sanft gefahrenen Tour betrug ca. 3,3l/100km. Der Metzeler Z8 Hinterreifen allerdings erfüllte nicht die Erwartungen, die der erste Reifensatz erweckt hatte. Bereits nach 5300km Laufleistung ist der Hinterreifen beträchtlich abgefahren. Viel mehr als 6000km Laufleistung wird er dieses Mal nicht schaffen. Zudem war ich mit der Reifenhaftung am Hinterrad bei den eigentlich optimalen Bedingungen in Italien nicht ganz zufrieden. Das Vertrauen in den Reifen ist insofern etwas getrübt. Mein subjektiver Eindruck war, daß der Hinterreifen mit schnellen oder gar abrupten Schräglagenwechseln nicht gut klarkommt, sondern dann einen ganz leichten (vermutlich harmlosen, aber eben unangenehmen) Glitscheffekt an den Tag legt. Langgezogene ruhige Kurven mit progressiver Schräglage hingegen sind kein Problem. Ich werde versuchsweise auf den preisgünstigen Michelin Pilot Power wechseln, der zumindest bei der WR250R Supermoto auch bei abrupten Schräglagenwechseln immer einen sicheren Grip bietet, sowie auch bei Regen bestens taugt und eine akzeptable Haltbarkeit aufweist, die allerdings nicht an die Haltbarkeit des ausgesprochen tief profilierten Z8 heranreichen wird.

Zur kleinen Duke wäre zu sagen, daß diese neue Baureihe für die bei unserer Tour in Italien gefahrenen Strecken wohl als ideal bezeichnet werden kann. Ein besser geeignetes Fahrzeug für solche Strecken wird man schwerlich finden. Natürlich spricht es auch für das Durchhaltevermögen des Fahrers, daß die lange Strecke in den zwei Tagen problemlos bewältigt werden konnte.

Großglockner

Grossglockner: Blick von der Edelweissspitze
Grossglockner: Blick von der Edelweissspitze
Grossglockner: Blick von der Edelweissspitze
Grossglockner: Blick von der Edelweissspitze
Großglockner: Franz-Josef-Höhe
Großglockner: Franz-Josef-Höhe. Der Glockner ist in Wolken
Grossglockner: Blick von der Franz-Josef-Höhe auf die Pasterze
Grossglockner: Blick von der Franz-Josef-Höhe auf die Pasterze

Staller Sattel

Stallersattel
Stallersattel

Die Tourvideos

Zum Rendern der oben verlinkten Full HD Tourvideos aus der HDR-AS15 Actioncamera wurde mein stärkster Homecomputer, ein Acer Revo 3700 mit Intel Atom D525 CPU verwendet. Es ist jetzt nicht so, daß das berauschend performant wäre. Immerhin, es geht. Dafür hat das Teil fast keinen Stromverbrauch, verglichen mit den üblichen 350W Netzteilen aktueller Highend PCs. Es darf also auch mal die eine oder andere Nacht durchrechnen. Als Videosoftware wurde Windows Movie Maker verwendet, welches selbst auf diesem schwachen Rechner ein flüssiges Arbeiten ermöglicht. Diesem kostenlos downloadbaren Programm verdanke ich es, daß ich in der Lage bin, mit den Rohdaten meiner Videos überhaupt irgendetwas anzufangen, ohne mir extra einen teuren Homecomputer kaufen zu müssen.